Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Der geopolitische Sturm
Das Memorandum of Understanding, das unterzeichnet worden ist, bedeutet für Israel eine Katastrophe.
„Trumps Abkommen ist eine katastrophale Kapitulation vor den Aggressoren des Iran; es lässt Israel verwundbar und in seinen Handlungsspielräumen eingeschränkt zurück“ – lautet dazu die Schlagzeile des Leitartikels in der Times of Israel.
Der Kern der Sache ist der iranische Bestand an auf 60 % angereichertem Uran, das innerhalb weniger Wochen zum Bau von Atombomben verwendet werden kann. Dennoch sollen die Verhandlungen über die Zukunft des Atomprogramms erst 60 Tage nach der Unterzeichnung stattfinden. Außerdem lässt das Memorandum das Programm für ballistische Raketen des Iran unangetastet und schließt die Einstellung der Feindseligkeiten im Libanon mit ein!
Der Leitartikel fährt fort:
„Die Gefahr besteht nun darin – wie Israel realistisch einschätzt –, dass der Iran den 60-tägigen ‚Status quo‘ nutzen wird, um den Weg zum nuklearen Ausbruch zu beschleunigen.“
„Das Abkommen stärkt und finanziert offensichtlich ein Regime von Massenmördern. Es erhebt die Islamische Republik zu einer regionalen Großmacht. Es lässt das iranische Volk im Stich, dem Trump versprochen hatte, dass Hilfe unterwegs sei.“
„Und es gefährdet und beschränkt Israel direkt durch Formulierungen, die Israel an einen Waffenstillstand binden, an dessen Aushandlung es nicht beteiligt war: ‚Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten sowie ihre Verbündeten im aktuellen Krieg erklären mit der Unterzeichnung dieses Memorandums of Understanding die sofortige und dauerhafte Beendigung der militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich des Libanon, und verpflichten sich, von nun an keinen Krieg und keine militärische Operation gegeneinander zu beginnen, auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegeneinander zu verzichten sowie die territoriale Integrität und Souveränität des Libanon zu gewährleisten. (Hervorhebung hinzugefügt).“
Der Leitartikel zitiert anschließend Präsident Trump: „Ohne die Vereinigten Staaten von Amerika – und zwar mit mir, denn unter Obama war es genau umgekehrt – würde Israel heute nicht existieren. Israel wäre vom Erdboden getilgt worden, zu 100 Prozent. Und jeder kluge Mensch in Israel weiß das“, erklärte er. „Ohne uns, ohne die Vereinigten Staaten, gäbe es kein Israel. Ohne mich gäbe es kein Israel, denn kein anderer Präsident war bereit, das zu tun, was ich getan habe [im Umgang mit dem Iran].“ ibid.
Die Unveränderlichkeit Gottes und Seines Wortes
Sacharja 9,9–10 (NKJV) — 9 „Frohlocke gewaltig, du Tochter Zion! Juble, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir; er ist gerecht und bringt Rettung, demütig und auf einem Esel reitend, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin. 10 Ich werde den Streitwagen aus Ephraim und das Ross aus Jerusalem ausrotten; auch der Kriegsbogen wird vernichtet werden. Er wird den Völkern Frieden verkünden; seine Herrschaft wird reichen ‚von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde‘.“
(Wie wir wissen, ist der oben zitierte Vers 9 eine Weissagung über den Einzug des Messias in Jerusalem, die sich eine Woche vor der Kreuzigung Jeschuas erfüllte - siehe Mt 21,1–5.)
Vers 10 von Sach 9 spricht von dem zweiten Kommen des Messias, Seiner Herrschaft über das gesamte verheißene Land und – im weiteren Sinne – natürlich über die ganze Erde - „vom Strom bis an die Enden der Erde“.
Zwischen der Erfüllung von Vers 9 und Vers 10 liegen mittlerweile mehr als 2000 Jahre. Genau an diesem Punkt befinden wir uns. Wir warten darauf, dass sich Vers 10 erfüllt, ebenso wie Vers 9 erfüllt worden ist.
Angesichts all der gewaltigen politischen Kämpfe in der Welt – seien es Weltreiche, Königreiche, Supermächte oder finstere Mächte wie der Iran – hat der Herr bereits alles festgelegt, was geschehen wird, ganz gleich, was die Nationen tun.
Die Nationen können tun, was sie wollen – auch wenn ihr Handeln zweifellos Leid über uns in Israel und andere bringen wird – doch Gottes Wort, Gottes Zusage und Gottes Wille sind unveränderlich.
John Owen (1616–1683) bemerkte einmal: „Ein veränderlicher Gott gehört auf den Misthaufen.“ Zuweilen war Owen schwer zu verstehen, doch in diesem Fall brachte er seine Abneigung gegen alles, was Gottes Unveränderlichkeit infrage stellen könnte, unmissverständlich zum Ausdruck.
„Auch Pastoren sollten eifrig darum bemüht sein, Gottes Unveränderlichkeit von der Kanzel aus zu verkünden und zu verteidigen. Der Trost der Gläubigen gründet sich auf Gottes unveränderliches Wesen und die uns gegebenen Verheißungen. Wenn es eine Vollkommenheit in Gott gibt, so ist sie eine unveränderliche Vollkommenheit; wenn uns in Christus Jesus – der ‚derselbe ist gestern und heute und in Ewigkeit‘ (Hebr. 13,8) – eine Verheißung gilt, so kann diese nicht hinfällig werden! Wenn Gott sagt, dass ‚denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen‘ (Röm 8,28), dann geschieht dies nicht nur, weil Er gut, mächtig und weise ist, sondern auch, weil Er all jenen gegenüber, die ihn lieben, unveränderlich so ist.“ (Stephen Charnock, The Immutability of God, Crossway, 2026, viii–x)
Ganz gleich, was die Führer der Nationen – oder auch die Israels – tun: Unsere Aufgabe als die, die den Messias kennen und ihm dienen, ist es, Gottes unveränderliches Wort und seine Absichten vor ihm hochzuhalten. Die Aufgabe des Fürbitters im Gebet besteht darin, dies zu glauben, danach zu leben und es im Gebet auszusprechen.
Wir können auf Gottes unveränderliches Wesen, Seinen Plan und Sein Wort vertrauen. Wir können ohne Zögern fest darauf stehen und dafür beten. Wir müssen nicht ergründen, wie dies geschehen soll; wir müssen lediglich weiterhin auf der Grundlage seines unveränderlichen Wortes vor Gott stehen: für die Rettung Israels und dafür, dass sein Wille unter den Nationen geschieht. „Er wird den Nationen Frieden verkünden; seine Herrschaft wird reichen ‚von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde‘.“
Man beachte, dass der erste Teil von Vers 10 eindeutig besagt, dass nicht Israels Macht den endgültigen Sieg herbeiführen wird, sondern Er allein. Es wird nicht durch unsere Macht oder unsere Kraft geschehen, sondern durch seinen Geist (durch seine Macht und Kraft).
Stehe vor dem Herrn
Psalm 135 vermittelt uns die Weisheit, die wir brauchen, um in unserer Zeit vor dem Herrn zu stehen. Dies sind – wenn man so will – die Bestandteile der Gotteserkenntnis, die wir benötigen, um in unserer Zeit bestehen zu können, genau wie jene, die in ihrer Zeit vor dem Herrn standen.
Wir werden den Psalm nicht im Wortlaut zitieren, sondern lediglich auf seine verschiedenen Abschnitte hinweisen.
Ps 135
Verse 1–3: Wir sind zum Lobpreis aufgerufen
Preist den Namen! – Denkt daran, wer Er ist.
Preist Ihn, denn Er ist gut!
Singt Loblieder auf seinen Namen, denn er ist geliebt und köstlich.
Vers 4: Wir werden an Gottes Erwählung erinnert (ungeachtet irgendwelcher MoUs).
Preist Ihn dafür, dass Er uns für sich selbst erwählt hat. (Hier ist zwar von Israel die Rede, aber natürlich sind alle Gläubigen an Jeschua eingeschlossen.)
Verse 5–7: Wir werden an Jahwes Größe in der Schöpfung erinnert
Über die gesamte Natur. Gott ist größer als alle Götter (die Heiden glaubten, die Götter würden die Natur beherrschen).
Verse 8–14: Gottes Taten in der Heilsgeschichte
Verse 8–9: In Ägypten
Verse 10–12: Bei der Gabe des Landes
Verse 13–14: Bei der zukünftigen Rettung seines Volkes. Sein Name bleibt in Ewigkeit bestehen. Er ist derselbe. „Aufgrund dieses Vertrauens auf den Herrn hat das Volk des Herrn die richtige Sichtweise auf die Zukunft. Sie kennen ihn, denn er hat seine Macht in der Geschichte offenbart. Er hatte versprochen, ihnen gegenüber ihren Widersachern Recht zu verschaffen und so ‚Mitleid mit seinen Knechten zu haben‘.“ (Willem VanGemeren, Psalms, Grand Rapids: Zondervan, 2008, 943)
Verse 15–18: Die Götter der Völker sind nutzlos
Die Völker, die auf Götter vertrauen, werden genauso enden wie ihre Götter (die taub und blind sind). Man wird dem ähnlich, was man anbetet!
Verse 19–21 Wir sind dazu berufen, den Herrn zu segnen.
Wenn diese Wahrheiten in deinem Herzen lebendig werden, wirst du nicht falsch beten; du wirst dich nicht von deinen Gefühlen oder Ängsten hin- und herreißen oder lenken lassen, sondern dich im Glauben fest auf die Gewissheit und Zuverlässigkeit des Wortes Gottes sowie auf seine Treue stützen.
Lasst uns voller Zuversicht, Glauben und Gewissheit vor unseren Gott treten. Der Sturm ist über uns hereingebrochen, doch Er ist unser Fels – unser unveränderlicher Gott.
Segensgrüße in Jeschua,
Ofer
Wir können beten
Wir können beten
Wir können beten
Bitte nehmt doch das wöchentliche Gebet vom 17. Juni als Grundlage zum Beten.
Hier noch eine Ergänzung zu
„Morgens beten, abends auf den Platz: Wie christlich ist unsere Nationalmannschaft?
Es ist eine Szene, die zeigt, wie verbindend der Glaube ist. Felix Nmecha und Jonathan Tah sind DFB-Stars und gläubige Christen. Es war ein eindringliches, ein schönes Bild: Nach dem Sieg gegen Curaçao standen sie umarmt im Kreis mit ihren Spiel-Gegnern und beteten gemeinsam. In der DFB-Elf ist der christliche Glaube offenbar fester Bestandteil des Teams…
Jonathan Tah: 'Für mich war immer wichtig, zu verstehen, dass ich nicht nur Fußballer bin'
Im Kreis neben Nmecha stand auch Jonathan Tah, dessen Großvater Pastor ist und eine Kirchengemeinde gründete. Auch für Tah gehört der Glaube tagtäglich dazu. In einem Interview sagt Tah auf die Frage, ob er jeden Tag bete, folgendes: 'Ja, wenn ich morgens aufstehe, habe ich mein Morgenritual. Ein Teil davon ist, zu beten. Und da geht es mir auch sehr viel um Dankbarkeit: für das Leben, das ich leben darf, dafür, wie ich aufwachsen durfte, welche Möglichkeiten ich habe. Ich bete natürlich auch für andere Menschen. 'Weiter sagt Tah im Interview: 'Für mich war immer wichtig, zu verstehen, dass ich nicht nur Fußballer bin.'
Joshua Kimmich: 'Der Name kommt ursprünglich aus der Bibel'
Neben den zwei offenkundigsten Christen in der Nationalmannschaft, ist auch der Kapitän der Mannschaft, Joshua Kimmich, bekennender Christ. Joshua Kimmich trägt ein Kreuzarmband und einen biblischen Vornamen, kommt aus einer religiösen Familie. In einem Interview erklärte Kimmich: 'Eigentlich heißt es Josua. Der Name kommt ursprünglich aus der Bibel.' Und weiter: 'Man schreibt den Namen eigentlich auch ohne h. Meine Eltern haben das dann einfach reingemacht, aus optischen Gründen. Josh ist ein Spitzname.' Josua heißt so viel wie 'Gott hilft'.
Manuel Neuer: 'Ja, ich glaube an Gott und bete auch'
Auch in der Familie Neuer ist der Glaube fest verwurzelt. Sein älterer Bruder Marcel hat ein Studium der Katholischen Theologie absolviert. Vater Peter Neuer fand über seine Frau, mit der er seit 2007 verheiratet ist, zu einem lebendigen Glauben an Jesus. In einem Gespräch mit dem Portal PromisGlauben formulierte er es so: 'Jesus ist der Kapitän meines Lebensschiffes.' Über das fußballerische Talent seines Sohnes sagte er: 'Für mich ist das Talent meines Sohnes ein Geschenk Gottes.' …
Torwarttrainer Andreas Kronenberg sagt: 'Ich habe gespürt, dass Gott wirklich lebendig ist'
Für den Torwarttrainer der deutschen Nationalmannschaft Andreas Kronenberg ist Gott lebendig. In mehreren Zeitungen sprach Kronenberg über seine enge Beziehung zu Gott.
Nicht nur auf, auch neben dem Platz nimmt Gott für ihn eine wichtige Rolle ein. Nach einem Jobverlust hat Kronenberg die Bindung zu Jesus gesucht und aufgebaut: 'Ich habe gespürt, dass Gott wirklich lebendig ist und nicht irgendetwas Abstraktes, auch dadurch, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist.'
Glaube als roter Faden im deutschen Fußball
Die sichtbare Frömmigkeit von Spielern wie Nmecha, Kimmich, Neuer und Tah reiht sich in eine längere Tradition ein. Schon frühere Nationalspieler-Generationen um Miroslav Klose, Lukas Podolski, Per Mertesacker oder Philipp Lahm galten als bekennende Christen, ebenso Jérôme Boateng mit seinen religiösen Tattoos oder Thomas Müller, der als Ministrant aufwuchs.
Mit Nmecha und der wachsenden Bekanntheit von Netzwerken wie 'Ballers in God' bekommt dieses Thema bei der WM 2026 jedoch eine neue, sehr unmittelbare Bühne: Millionen Zuschauer weltweit sahen schon am ersten Turniertag, wie Sieger und Verlierer nach einem 7:1 gemeinsam die Köpfe senkten und im Gebet zusammenstanden. Ein Bild, das zeigt, dass für diese Spieler der Glaube über das Ergebnis hinausgeht.“
https://nius.de/gesellschaft/wie-christlich-ist-unsere-nationalmannschaft
Anstehende Wahlen 2026
6. September Sachsen-Anhalt Landtag
13. September Niedersachsen Kommunalwahl
20. September Berlin Wahl zum Abgeordnetenhaus
20. September Mecklenburg-Vorpommern Landtag
Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!
Heinz-Jürgen Heuhsen