Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
"Seht den Mann, dessen Name 'SPROSS' ist!" (Sach 6,12)
Das Wohlgefallen des Herrn wird durch Seine Hand gelingen.
Das Volk, das aus dem Exil Babylon zurückkehrte, musste erkennen, dass es Teil eines viel größeren Planes Gottes war, dessen Zentrum der Messias ist.
Dasselbe gilt für uns!
Im Jahr 538 v. Chr. führten Serubbabel (der davidische Statthalter) und Josua (der Hohepriester) fast 50.000 Menschen aus Babylon zurück ins Land Israel.
Bald nach ihrer Rückkehr bauten sie den Altar Gottes wieder auf und begannen neu mit dem täglichen Opferdienst.
Dann starteten sie mit dem Wiederaufbau des Tempels, wurden jedoch bald entmutigt und stellten das Projekt schließlich völlig ein.
Warum?
Kommt all das bekannt vor?
Bald führten anhaltender Widerstand, spiritueller Niedergang und eine schlechte Wirtschaftslage (Haggai 1) zur Aufgabe der Bautätigkeit am Tempel.
Dabei blieb es sechzehn Jahre!
Ein himmlischer Angriff auf Lethargie und Entmutigung
Schließlich - im Jahr 520 v. Chr. - erweckte der HERR Haggai und Sacharja, zwei Propheten, die den Angaben ihrer beiden prophetischen Büchern zufolge, wie ein Tandem zusammenwirkten. Dieses Duo war sozusagen der himmlische Angriff auf Israels Lethargie.
Haggai prophezeite erstmals am 29. August 520 v. Chr., dann erneut am 21. September und am 17. Oktober desselben Jahres. Anschließend begann Sacharja im Oktober/November 520 v. Chr. zu prophezeien, gefolgt von Haggai am 18. Dezember desselben Jahres. Am 15. Februar 519 v. Chr. hatte Sacharja acht Visionen in einer Nacht.
Darauf sandte Gott Sacharja eine Art visuelle Prophezeiung, um ein prophetisches Zeichen zu wirken. Dadurch erhielten sie eine viel umfassendere Sicht, ein tieferes Verständnis und neue Hoffnung hinsichtlich des wunderbaren Planes Gottes, an dem sie teilhatten.
Sacharja 6,9–15 (NKJV):
9 Da erging das Wort des HERRN an mich: 10 „Nimm das Geschenk der Gefangenen an – von Heldai, Tobija und Jedaja, die aus Babylon gekommen sind – und geh noch am selben Tag in das Haus Josias, des Sohnes Zefanjas. 11 Nimm das Silber und Gold, fertige eine prächtige Krone an und setze sie Josua, dem Sohn Jehozadaks, dem Hohenpriester, auf. 12 Dann sprich zu ihm: So spricht der HERR der Heerscharen:
'Siehe, der Mann, dessen Name SPROSS ist!'
Von seiner Stätte aus wird er hervorsprossen, und er wird den Tempel des HERRN bauen.
13 Ja, Er wird den Tempel des HERRN bauen. Er wird die Herrlichkeit tragen und auf seinem Thron sitzen und regieren; so wird er Priester auf seinem Thron sein, und Friedensrat wird zwischen ihnen beiden herrschen.“
14 Die kunstvolle Krone soll nun im Tempel des HERRN als Denkmal dienen für Helem, Tobija, Jedaja und Hen, den Sohn Zephanjas. 15 Auch die Fernen werden kommen und den Tempel des HERRN bauen. Dann werdet ihr erkennen, dass der HERR der Heerscharen mich zu euch gesandt hat. Und dies wird geschehen, wenn ihr der Stimme des HERRN, eures Gottes, eifrig gehorcht.
Die Bedeutung der Krone
Sacharja wird vom HERRN befohlen, eine Delegation von Juden zu treffen, die aus Babylon kamen, um ihren Brüdern in Jerusalem Opfergaben und Unterstützung zu bringen. (Viele der damaligen Juden zogen es vor, im Exil zu bleiben, wo das Leben zweifellos viel angenehmer war. Kommt euch das bekannt vor?)
Ihm wird befohlen, einen Teil des mitgebrachten Silbers und Goldes zu nehmen und daraus eine Krone (im Hebräischen steht der Plural: Kronen) zu fertigen, die er dem Hohepriester Josua auf das Haupt setzen soll. Dann sollte Sacharja zu ihm sprechen und prophezeien: „Siehe, der Mann, dessen Name ‚Spross‘ ist … Er wird den Tempel des HERRN bauen … Er wird die Herrlichkeit tragen … auf seinem Thron sitzen und regieren … Priester auf seinem Thron sein … Friedensrat wird zwischen ihnen beiden herrschen.“
Welche Bedeutung hatten diese Worte, die an den Hohepriester Josua gerichtet waren?
In unseren eigenen Worten: „Josua, in deinem Amt versinnbildlichst du den ‚SPROSS‘, den kommenden Messias (siehe Jesaja 4,2; Jeremia 35,5; 33,15), der sowohl Hohepriester als auch König sein wird. Er, der Messias, wird das Werk vollenden, an dem du mitwirkst. Auch wenn es dir so vorkommen mag, als lebtest du in einer Zeit der kleinen Dinge, so bist du doch Teil von etwas, das weit über dich selbst hinausreicht. Auf und baue; vollende die Aufgabe, die dir übertragen wurde.“ „Du bist ein Teil der Geschichte des Messias selbst.“
Vier Aspekte des Messias
Uns fehlen die Worte, wenn wir lesen, dass Pilatus dieselben Worte – „Seht, welch ein Mensch!“ – gebrauchte, um den gegeißelten und geschlagenen Jeschua der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Gott ruft uns dazu auf, Seinen Sohn in allen „verschiedenen Aspekten des Charakters derselben gesegneten Person“ zu betrachten. (Baron; The Visions and Prophecies of Zechariah: "the prophet of hope and of glory"; Kindle Edition)
O, mögen wir doch IHN sehen, während wir dies lesen!
Die Botschaft an den Hohepriester Josua und uns ist klar. Kein Widerstand – sei er politischer, militärischer oder sonstiger Art – wird gegen Gottes Plan Erfolg haben. Er lenkt alle Dinge unaufhaltsam zu ihrem Höhepunkt im Messias.
Dachtest du, dass sich das Wort der früheren Propheten in die Herzen und Gedanken derer, die es hörten, drängte? Sollte es uns, die wir diese Worte lesen, nicht ebenso ergehen?
Jesaja 4,2 — An jenem Tag wird der Spross des HERRN herrlich und prächtig sein, und die Frucht des Landes wird vortrefflich und anziehend sein für die Entronnenen Israels.
Jesaja 11,1 — Ein Reis wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Spross wird aus seinen Wurzeln wachsen.
Jeremia 23,5–6 — „Siehe, es kommen Tage“, spricht der HERR, „da ich dem David einen Spross der Gerechtigkeit erwecken werde; ein König wird regieren und Erfolg haben und Recht und Gerechtigkeit auf Erden üben. In Seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen; und dies ist Sein Name, mit dem man ihn nennen wird: DER HERR, UNSERE GERECHTIGKEIT.“
Auf Gottes Reden hin gibt es kein Scheitern
Gewiss drangen die Worte der Propheten mit Macht in das Herz und den Sinn dieses Hohepriesters. Vielleicht empfand er sogar einen Schock, dass er ein Vorläufer des Messias war – und damit gewann er auch die Einsicht, dass Gottes Plan weder abgewendet noch aufgehalten oder zunichtegemacht werden konnte.
Keine Macht auf Erden konnte dem lebendigen Gott und Seinem Messias widerstehen.
Auf Gottes Reden hin gibt es kein Scheitern.
„Politische Veränderungen und Revolutionen sind nur das Wandern des Schattens auf der irdischen Sonnenuhr; sie zeigen die gewaltigeren Bewegungen an, die sich im Himmel vollziehen.“ (T.Moore, The Prophets of the Restoration,New York: Robert Carter & Brothers, 1856)
„So sieht man das wiederhergestellte Israel in der Zukunft unter der herrlichen Herrschaft des messianischen König-Priesters.“ (K. L. Barker, “Zechariah,” The Expositor’s Bible Commentary Revised Edition,Longman III, Zondervan, 2008, 770)
Dieses Wort gilt heute noch. Auch wir sind ein Teil – wenn auch ein kleiner – der großen Geschichte der Erlösung.
Wenn wir nur auf die Umstände und Geschehnisse in der Welt sehen, werden wir verwirrt und vielleicht entmutigt; doch wenn wir zuerst in Sein Wort und nach oben blicken, sehen wir alles im Licht Seiner Absichten, Seiner Person und in der Hoffnung auf Sein Kommen. Lasst uns weiterhin vor Ihm stehen, auch wenn es noch „Nacht“ ist.
Psalm 134:1–3:
"Wohlan, lobet den Herrn, all ihr Knechte des Herrn, die ihr des Nachts stehet im Hause des Herrn! Erhebet eure Hände in Heiligkeit und preiset den Herrn! Der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat, segne dich aus Zion!"
Wir haben den Abschnitt Sacharja 12,1-13,2 als Grundlage zu unserem Gebet genommen
Sacharja 12 offenbart eine zweifache Sichtweise des Messias: als Krieger und als Retter.
Die Sprache in diesen Abschnitten ist auf verblüffende Weise passend für die Zeit, in der wir leben.
Gott als Krieger
Gott als Retter
Mit der Lesung der Verse 9 und 10 zusammengenommen müssen wir feststellen, dass es keinen Widerspruch gibt zwischen den beiden Aspekten des Messias als Retter und Krieger. Er ist beides.
Wir können beten
Wir können beten
Wir können beten
Möge der Herr uns allen schenken, den SOHN zu schauen; möge Er uns ein Herz geben, IHM in diesen verwirrenden Tagen zu dienen – im Wissen, dass wir Teil von etwas sind, das weit über uns selbst hinausreicht.
Segen und Gnade seien mit euch,
Ofer
„Der HERR regierte zur Zeit der Sündflut, und der HERR herrscht als König in Ewigkeit. Der HERR wird seinem Volke Kraft verleihen, der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden! (Psalm 29,10-11)
„Da nun dies alles derart aufgelöst wird, wie sehr sollte unser Leben geprägt sein durch heiligen Wandel und Gottseligkeit, dadurch, dass ihr erwartet und beschleuniget die Ankunft des Tages Gottes, an welchem die Himmel in Glut sich auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden! Wir erwarten aber einen neuen Himmel und eine neue Erde, nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt. Meine Lieben, weil ihr darauf wartet, darum setzt auch alles daran, dass eure Gemeinschaft mit dem Herrn durch nichts beeinträchtigt wird. Bemüht euch, rein und fehlerlos vor ihm zu stehen, wenn er kommt!“ (2 Petr 3,11-14)
Wie beurteilte Gott den Zustand der Menschheit zur Zeit der Sündflut? - „Als aber der HERR sah, daß des Menschen Bosheit sehr groß war auf Erden und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse allezeit“ (1 Mose 6,5). Gott regierte – ER sah ddie Bosheit der Menschen ließ dieser Bosheit der Menschen ihren Lauf.
Aber ER hatte auch einen „Prediger der Gerechtigkeit“ (2 Petr 2,5), der in dieser Zeit mit seiner Familie vor Gott und für Gott lebte. Er war ein sichtbares Zeugnis dafür, dass man ander leben sollte und konnte - und diese Familie warnte damit die Menschheit vor dem kommenden Gericht, bis Gottes Zeitpunkt gekommen war.
Wir leben wieder in einer Zeit, in der die Bosheit der Menschheit immer mehr zunimmt. Und wir wissen, wie Noah, dass Gott einen Zeitpunkt gesetzt hat, an dem ER der Bosheit der Menschen ein Ende setzen wird.
Noah wartete. Aber es war kein passives Warten, sondern aktiv, wie Petrus uns ermutigt (2 Petr 3,12). Wie dieses aktive Warten u.a. aussieht, damit wir „rein und fehlerlos“ vor IHM stehen können, formuliert Paulus in einem Gebet an die Kolosser.
„Darum lassen wir auch von dem Tag an, an dem wir's gehört haben, nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, dass ihr des Herrn würdig lebt, ihm in allen Stücken gefallt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes und gestärkt werdet mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut. Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht“ (Kol 1,9-12).
Wir können beten
Der Deutsche Bundestag hat unter dem Stichwort „Wahlen – Grundpfeiler der Demokratie“ eine Informationsschrift herausgebracht. Dort heißt es unter anderem:
„Warum wählen, warum Wahlen?
Wahlen sind das Herz der Demokratie. Wer wählt, gestaltet damit die Gesellschaft, in der er lebt…
Wenngleich die Bürger nur zum Zeitpunkt der Wahlhandlung direkt zum Volkssouverän werden, müssen demokratische Regierungen aufgrund regelmäßig stattfindender freier Wahlen bei ihrem Handeln den Willen oder die Meinung der Wählerschaft berücksichtigen. Der Philosoph Karl R. Popper beschreibt treffend: ‚Jede Regierung, die man wieder loswerden kann, hat einen starken Anreiz, sich so zu verhalten, dass man mit ihr zufrieden ist.‘
Durch diese Herrschaft auf Zeit sichert sich das Volk sein Selbstbestimmungsrecht. Zugleich ist die Abwahl von Regierungen ein Kennzeichen offener Gesellschaften.
Zu den Grundfunktionen demokratischer Wahlen gehört, dass die Gewählten die Gesamtheit der Bürger repräsentieren.
Gleichzeitig dienen sie als Kontrollmechanismus: Durch die regelmäßige Wahl wird politische Macht kontrolliert, da die Opposition immer die Möglichkeit besitzt, an die Macht zu kommen.“ (S. 4,5 der Informationsschrift)
https://www.btg-bestellservice.de/pdf/20210500.pdf
Das, was sich in unserem Land derzeit vor den kommenden Wahlen – sowohl auf die Landtagswahlen als auch auf die Bundestagswahl hin – abspielt, widerspricht in massiver Weise den vom Bundestag selbst festgelegten Regeln der Demokratie. Hier versucht eine Gruppe von Parteien – CDU/CSU, SPD und Grüne – die sich in den letzten Jahren in aufeinanderfolgenden Wahlen immer wieder den Machterhalt gesichert haben, Opposition und Aufdeckung von Fehlern und deren Aufarbeitung zu verhindern. Es wird ein zunehmend größerer Teil der Wählerschaft, d.h. des eigentlichen Souveräns unseres Landes, von der Kontrolle der Regierung und der Mitbestimmung ausgeschlossen.
„‘Die Verhinderung des AfD-Parteitages wird dazu führen, dass es zu Gewalt kommt‘
Alle Augen in Deutschland sind Anfang Juli auf Erfurt gerichtet, wenn die AfD in Thüringens Landeshauptstadt ihren Parteitag abhält. Geschlossene Schulen, gesperrte Straßen, ein riesiges Polizeiaufgebot – Erfurt wird sich im Ausnahmezustand befinden, was auch die Bürger zu spüren bekommen werden.
Seit Monaten formiert sich gegen die Versammlung der Partei breiter Protest.
60.000 Demonstranten haben sich für das Parteitagswochenende angekündigt, darunter Bündnisse, NGOs und Gewerkschaften.
'Was findet mehr Beachtung? Die politischen Aussagen der Rechten oder die Störaktionen der Linken?', diskutierten die Gäste deshalb im MDR-Talk 'Fakt ist!' im Erfurter Landesfunkhaus. Ins Fernsehstudio eingeladen waren Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und des bundesweiten Bündnisses 'Widersetzen'. Letzteres hat zahlreiche Blockadeaktionen unter der Prämisse 'ziviler Ungehorsam' rund um die Messehalle und in der Stadt angekündigt.
Der Protestforscher Piotr Kocyba (Uni Leipzig) und der Staatsrechtler Wolfgang Hecker gaben zudem in der Sendung ihre Einschätzung, wie die angekündigten Proteste verfassungsrechtlich zu bewerten sind. Erfurts Bürgermeisterin Heike Langguth (CDU) und Thüringens Innenminister Georg Meier (SPD) schilderten, wie sie auf den AfD-Parteitag und eine Stadt im Ausnahmezustand blicken…
Erfurts Bürgermeistern (CDU) verwies vor allem auf 'friedliche Aktionen', die überall in ihrer Stadt geplant seien. 20 verschiedene Organisatoren hätten bereits Kundgebungen angemeldet. 'Es wird viele bunte Veranstaltungen geben', freute sich Langguth. 'Die Stadt wird nicht nur durch Menschen belebt, sondern durch viele, viele Aktionen.' Sie würde sich nur wünschen, 'dass alles friedlich geschehen würde'.
'Die Vorzeichen sind auch schon unübersehbar', merkte Moderator Sänger an. Er zeigte Fotos von Markierungen auf den Straßen und Graffitis wie 'AfD-Parteitag verhindern'. Das sorge in der Stadt bereits jetzt für viel Diskussion. 'Im Prinzip sieht man das im kompletten Stadtbild. Lassen Sie das entfernen? Bleibt das?'
Die Bürgermeisterin erklärte, dass solche Graffitis entfernt würden, was aber aufgrund der bloßen Menge wohl nicht immer möglich sei…
Thüringens Innenminister Georg Meier (SPD) sagte,
Ihn störe bei der ganzen Diskussion aber, dass über Geld und rechtliche Rahmenbedingungen geredet werde. 'Wir müssten eigentlich viel mehr über den Parteitag an sich reden und was dort stattfindet', forderte Meier. 'Das ist eine sehr radikale, völkisch-nationalistische Partei, die dort ihren Parteitag abhält. Darüber sollte man diskutieren.' …
Deutschlands größter Gewerkschafts-Dachverband hat für den AfD-Parteitag in Erfurt die bislang größte Kundgebung angemeldet. Gregor Gallner vom DGB Hessen-Thüringen sagte, in Gießen habe der Bürgermeister vor einem ähnlichen Szenario gewarnt, was die Medien 'hochgeschrieben' hätten. 'All diese Sachen sind nicht eingetroffen. Es war ein Protest fest auf dem Boden der Demokratie und ich gehe davon aus, dass es auch in Erfurt so sein wird', bekräftigte der Gewerkschaftsvertreter.
Staatsrechtler Professor Hecker hielt dem DGB-Funktionär entgegen, 'Beschönigung' zu betreiben – die Bilder der teils gewaltsamen Proteste, die aus Gießen gesendet wurden, hätten dem Image der Stadt eher geschadet.
Ob die Bürger solche Bilder nun auch in Erfurt erwarten, wollte der Moderator deshalb von Lena Raupach wissen, einer der Organisatoren des Bündnisses 'Widersetzen'. – 'So oder so ähnlich wird das dann auch in Erfurt wieder aussehen', kündigte sie an. Für das Bündnis mit dutzenden Ortsgruppen sei klar, ‚dass die AfD eine gefährliche und im Kern faschistische Partei ist. Die wollen wir hier in Erfurt nicht haben, die wollen wir hier eigentlich generell nicht haben.‘
‚Sie wissen gar nicht so richtig, wer dann in Erfurt dabei sein wird?‘
Co-Moderatorin Kathleen Bernhardt wollte nunmehr wissen: ‚Es sind unheimlich viele Leute, die Sie da mobilisiert haben. Die ja wahrscheinlich nicht alle aus Thüringen, oder Mitteldeutschland sind. Wo kommen Ihre Mitdemonstranten her? Wie mobilisieren sie die Menschen?‘ Ob die sich ‚einfach ein Busticket kaufen‘ und dann gemeinsam nach Erfurt fahren, fragte sie, was die 'Widersetzen'-Organisatorin bestätigte.
‚Das heißt aber auch, Sie wissen ja gar nicht so richtig, wer dann in Erfurt dabei sein wird und auch nicht, welches Ziel diese Person eigentlich verfolgt‘, hakte Bernhardt erneut nach. Raupach verwies auf den sogenannten Aktionskonsens ihres Bündnisses. ‚Darin ist sehr klar formuliert, wofür wir einstehen und wie wir auftreten. Von uns geht keine Eskalation aus, wir sind bunt, wir sind vielfältig.‘
Das wiederum bezweifelte Staatsrechtler Hecker. Zwar sei 'Widersetzen' breit aufgestellt, im Kern aber stark fixiert auf eine bestimmte Haltung gegenüber dem politischen System in Deutschland. Das würden die angekündigten Verhinderungsblockaden zeigen, bei denen andere Meinungen unterdrückt werden sollen…
Auf die anschließende Frage des Moderators, wie dehnbar der Begriff Meinungsfreiheit heutzutage sei, verweist Staatsrechtler Hecker auf die Versammlungsfreiheit gemäß Artikel 8 des Grundgesetzes, der lebendige Demokratie erst ermögliche.
Die klare Grenze sei überschritten, wenn versucht werde, die Versammlungsfreiheit anderer zu beeinträchtigen.
"Wir haben dazu eine völlig eindeutige Entscheidung unseres Bundesverfassungsgerichts“, erklärt Hecker und verweist auf ein entsprechendes Urteil von Ende 2025. Demnach fällt eine sogenannte Verhinderungsblockade, die darauf abzielt, die Durchführung einer Veranstaltung zu verhindern, nicht unter den Schutz der Versammlungsfreiheit.
Nicht jeder fühlt sich an solche Urteile gebunden, wie ein Mann im Publikum aus der Erfurter Ortsgruppe von 'Widersetzen' zeigte: 'Unserer Meinung nach ist das, was die AfD dort auf diesem Parteitag bespricht, nicht unbedingt eine Meinung, sondern es ist blanker Rassismus und Faschismus. Da müssen wir uns als Zivilgesellschaft alle dagegenstellen.'
Ein inhaltlich ergänzender Leserkommentar unter dem Artikel: 'Professor Hecker hat als Staatsrechtler nicht nur auf Art. 8 GG (Versammlungsfreiheit) sondern auch auf die Verletzung der sehr wichtigen Grundrechte von Parteien nach Art. 21 GG (Recht auf politische Betätigung) und das Parteiengesetz hingewiesen. Das sind keine harmlosen Rechtsbrüche sondern Eingriffe in Grundrechte.'“
https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a2aa8ffa8f463c23bad2128/streit-im-mdr-talk-fakt-ist-die-verhinderung-des-afd-parteitages-wird-dazu-fuehren-dass-es-zu-gewalt-kommt.html?source=puerto-reco-2_ABC-V50.4.E_without_schlagzeilen (Redaktionelle Bearbeitung EdP)
„Linke Eiferer üben in Kirche, wie man AfD-Parteitag stört
Völlig absurde Bilder aus Erfurt: In einer Kirche bereiten sich selbsternannte Antifaschisten auf Proteste gegen den AfD-Parteitag vor. Wo sonst gebetet wird, sitzen sie in Warnwesten auf dem Kirchenboden und proben den Widerstand.
In der Kaufmannskirche trainieren die linken Eiferer des Bündnisses 'Widersetzen' für Aktionen am 4. Juli. Direkt neben dem Altar werden Anweisungen gegeben, über den Köpfen hängen riesige Protestbanner, Sitzblockaden werden geübt. Ein Gotteshaus als Schulungszentrum für den nächsten Großeinsatz gegen die AfD, als Kulisse für Mobilisierung gegen Andersdenkende.
Man sieht auf Bildern:
Gereckte Fäuste direkt vor dem Altar.
Spalterische Banner, wo sonst Platz für Kirchenfahnen ist.
Warnwesten statt Messgewänder und vor allem: Hetze gegen Andersdenkende direkt vor dem Altar. Gottes Segen dürfte es dafür eher nicht geben.
Nach Angaben der Organisatoren stehen unter anderem Blockadetrainings und das Verhalten in Stresssituationen auf dem Programm. Das bundesweite Bündnis macht aus seinen Zielen keinen Hehl: Seit 2024 organisiert 'Widersetzen' Großblockaden gegen AfD-Parteitage.“
https://nius.de/gesellschaft/linke-eiferer-ueben-in-kirche
Ergänzung aus Wikipedia: „Die Kaufmannskirche als Gotteshaus (EKD) ist Lutherstätte. Der Reformator predigte hier am 22. Oktober 1522.“
„NS-Vergleich: Merz versucht, mit dem Holocaust Wahlkampf gegen die AfD zu machen
Friedrich Merz hat kürzlich in einer Rede die AfD eine Partei genannt, die 'in der Tradition des schlimmsten Unrechts unseres Landes steht, das es in der Geschichte jemals gegeben hat'. Es ist ziemlich klar, was damit gemeint sein musste. Das schlimmste Unrecht in der Geschichte unseres Landes war die millionenfache Ermordung von Juden.
Viele von ihnen starben nackt und nach qualvollen Minuten in eigens dafür konstruierten Todesfabriken, in Gaskammern.
Es ist wichtig, das zu erwähnen. Völkermord nämlich hat es in der Geschichte leider oft gegeben. Der Holocaust oder die Schoah unterschied sich von anderen monströsen Verbrechen aber nicht nur dadurch, dass er fabrikmäßig geschah. Dass in einem Land eine Minderheit ausgelöscht werden sollte, durch Mord oder Vertreibung oder eine Kombination aus beidem, kam historisch manchmal vor. Der Ehrgeiz der Nazis bestand darin, auch alle Juden auszulöschen, die anderswo auf dem Erdball lebten, überall dort, wo sie ihrer habhaft werden konnten…
Inflationär und faktenfrei
Der 'Nazi'-Vorwurf wird inzwischen so inflationär und so faktenfrei verwendet, dass ihn kaum jemand noch ernst nimmt. Offenbar muss ein stärkeres Kaliber zum Einsatz kommen, um beim Gegner Wirkung zu zeigen.
Merz’ Äußerung mit dem Subtext, die größte Oppositionspartei stehe irgendwie in der Tradition von Auschwitz, bricht so radikal mit deutschen Denkgepflogenheiten, dass sie dringend einer Begründung bedurft hätte. Inwiefern fordert, plant oder befürwortet die AfD Massenmord, an wem, warum, und wie? Welche Belege gibt es? Und was sagt das eigentlich über die Wähler der AfD? Sind die strohdumm oder Verbrecher in Wartestellung?
Merz verzichtete auf Belege, weil keine vorhanden sind...
Merz ist in einer schwierigen Lage und versucht in seiner Not, ausgerechnet mit dem Holocaust Wahlkampf gegen die Konkurrenz zu machen. Das könnte man eine Instrumentalisierung dieser Verbrechen für eigennützige Zwecke nennen.“
Fazit
Am 4. und 5. Juli soll der Parteitag der AfD in Erfurt stattfinden. Die AfD ist eine in Deutschland zugelassene Partei, die mit 150 Abgeordneten im Bundestag nach der CDU die zweitstärkste Fraktion ist!
Sie wird im Westen Deutschlands von 20 Prozent der Menschen gewählt und im Osten von 35 bis 40 Prozent; Tendenz derzeit steigend. Sie findet wachsenden Zustrom von Wählern unseres Landes. Wahlanalysen nach den letzten Wahlen ergeben, dass diese Wähler vor allem Union, SPD oder FDP gekommen sind, also Parteien, die als bürgerliche oder gemäßigt linke Parteien gelten. Diese Wähler fühlen sich nicht mehr repräsentiert durch das alte Parteienspektrum.
Und dieser Partei soll jetzt ihr vom Grundgesetz garantiertes Recht, einen Parteitag abzuhalten, durch offen angekündigte gesetzlose Mittel – Behinderung der Versammlungsfreit – genommen werden. Dieses geplante Vorhaben wird unterstützt durch den DGB, die EKD, die Untätigkeit der Erfurter Bürgermeisterin Heike Langguth (CDU) und von Thüringens Innenminister Georg Meier (SPD).
Wir können beten
„Christentum: Danke, Felix Nmecha! (Autor Ulf Pochardt; Welt online)
Manchmal ist die Ironie der Geschichte so beißend, dass sie wie eine groteske Karikatur daherkommt. Am Sonntagabend war es nach dem WM-Eröffnungsspiel der Deutschen ausgerechnet – möchten einige sagen – oder logischerweise, müssten andere sagen – der Nationalspieler (mit nigerianischem Vater) und überragende Torschütze Felix Nmecha, der nach dem 7:1-Triumph gegen Curaçao nicht jubelnd in der Fankurve stand, sondern die Besiegten einsammelte, um mit ihnen im Mittelkreis gemeinsam zu beten.
Diese neutestamentarische Liebe zum Gegner und zum Besiegten schuf eindrucksvolle Bilder, und es ist mehr als bezeichnend, dass ein zweiter schwarzer Nationalspieler, nämlich Jonathan Tah, die kleine Runde ergänzte. 'Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen', heißt es im Matthäus-Evangelium, 'da bin ich mitten unter ihnen.'
Während auf evangelischen und katholischen Kirchentagen eine arrogante Theologie der Woken verehrt wird und sich die meisten Normalbürger vorkommen, als müssten sie einem Zirkus wildgewordener Identitätspolitik zusehen, hat der Fußballnationalspieler, kein Akademiker, gezeigt, was die eigentliche Botschaft des Christentums ist: Nächstenliebe – und das Gebet als Akt der Liebe. Für Dietrich Bonhoeffer galt: 'Beten ist Atemholen aus Gott; beten heißt, sich Gott anvertrauen.'
Diese einfachen Wahrheiten sind in der Bullshittisierung der Theologie in den vergangenen 20 Jahren verloren gegangen. Christlicher Glaube ist in seiner Vermittlung – sei es im 'Wort zum Sonntag' oder in irgendwelchen Radiopredigten, in denen linksradikale Terroristen als Nachfolger Jesu verklärt werden – vollkommen absurd geworden. Noch schlimmer als die Linksradikalisierung des Christentums ist die Verleugnung der christlichen Wurzeln. Die Abschaffung der Weihnachtsmärkte und Adventskränze zugunsten steriler säkularer Traditionen, die es gar nicht gibt, gehört dazu.
'Kirchentage haben aus dem Glauben einen Streichelzoo für linke Identitätspolitik gemacht'
Aus Angst, den bösartigen und kaputten Islamismus, weitgehend zugewandert, zu provozieren, werden christliche Feste abgesagt oder zur Unkenntlichkeit kostümiert. In Schulen mit hohem muslimischen Migrationsanteil ist das Schikanieren von Christen unter dem Schlagwort 'Schweinefleischesser' oder 'Ungläubige' auf dem Vormarsch.
Antipatriotische Verklemmtheit
Auch hier läuft dieses stolze Zeugnis eines Christen gegen den Zeitgeist – oder aber es verkörpert einen neuen Zeitgeist, der nicht mehr von kartoffelweißen Deutschen repräsentiert wird, sondern von jenen migrantischen Milieus, die oft viel besser wissen, wie sehr die liberale Gesellschaft aus der christlichen Tradition gespeist ist, als jene gebückten Bürger, die sich vor diesen Gewissheiten verstecken.
Die aufziehenden Kulturkämpfe werden auch eine religiöse Grundierung haben, und man kann froh sein, dass es Leute wie Nmecha gibt, die keine Angst davor haben, sich stolz als Christen zu präsentieren. Es ist bezeichnend, dass es in größeren Runden von WM-Fußballguckern vor allem die Deutschen mit Migrationshintergrund sind, die die Hymne laut mitsingen und im Nationaltrikot auflaufen.
Das Scheitern der Integration in Deutschland ist auch das Ergebnis einer antipatriotischen Verklemmtheit und Neurotisierung der Liebe zum Land. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat schon wieder Sendungen dazu gemacht, wie gefährlich eine schwarz-rot-goldene Fahne sein soll, ohne die Geschichte dieser Fahne überhaupt zu kennen. Damit muss Schluss sein. Die Moralprediger einer verlorenen, untergegangenen Welt sollten endlich die Klappe halten.
Danke, lieber Felix Nmecha!“
https://www.welt.de/debatte/plus6a2f9a5b6bb5c7fe2e1c70fc/christentum-danke-felix-nmecha.html
Anstehende Wahlen 2026
6. September Sachsen-Anhalt Landtag
13. September Niedersachsen Kommunalwahl
20. September Berlin Wahl zum Abgeordnetenhaus
20. September Mecklenburg-Vorpommern Landtag
Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!
Heinz-Jürgen Heuhsen