Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Gericht als Weg zur Erlösung
Das Buch Jesaja gibt uns viel Aufschluss über die Herzensgedanken Gottes mit Israel und den Nationen der Welt.
Jesaja Kapitel 19 schließt mit einer verblüffenden Prophezeiung.
Jes 19,24-25:
„Zu jener Zeit wird sich Israel als drittes zu Ägypten und Assur gesellen und inmitten der Länder ein Segen sein, wozu der HERR der Heerscharen es setzt, indem er sagen wird: Gesegnet bist du, Ägypten, mein Volk, und du, Assur, meiner Hände Werk, und du, Israel, mein Erbteil!“
Zur Zeit Jesajas war Assyrien die bedrohliche Macht – bekannt als brutaler und gnadenloser als je irgendein Volk vor ihnen.
Das Kapitel Jesaja 19 entfaltet den Prozess des Handelns Gottes an Ägypten. Im Wesentlichen verurteilt Gott drei Dinge, auf die Ägypten vertraut: seine Götzen (V 1), seine Weisheit (V 3,11-13) und den Fluss Nil (V 5-10).
Jes 19,22:
„Zu jener Zeit wird sich Israel als drittes zu Ägypten und Assur gesellen und inmitten der Länder ein Segen sein, wozu der HERR der Heerscharen es setzt, indem er sagen wird: Gesegnet bist du, Ägypten, mein Volk, und du, Assur, meiner Hände Werk, und du, Israel, mein Erbteil!“
Doch die Prophetie ist eschatologisch/endzeitlich und weiter gefasst als nur Ägypten und Assyrien betreffend:
„Die Botschaft Jesajas ist stark eschatologisch. Es gibt viele Passagen, in denen der Prophet sich mit der zukünftigen Bestimmung Israels und der Heidenvölker befasst, wobei der Umfang der Aussagen, die Jerusalem/Zion im Fokus haben, besonders groß ist.“ (G. Grogan, “Isaiah,” vol. 6, Zondervan, 2008)
Das ist es, was wir uns ansehen wollen.
Der Umgang Gottes mit den Völkern.
Erstens: Von IHM wird gesagt, dass er die Welt liebt
Joh 3,16:
„Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“
Zweitens: Sein Ruf zur Rettung (im Messias) ergeht an alle
Jes 55,1-3:
„Wohlan, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser; und die ihr kein Geld habt, kommt her, kaufet Getreide, kommt her und kaufet ohne Geld und umsonst Wein und Milch! Warum wäget ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Höret doch auf mich und esset Gutes, und eure Seele ergötze sich am Fett! Neiget eure Ohren und kommet her zu mir, höret, so wird eure Seele leben! Denn ich will euch einen ewigen Bund gewähren: die Gnadengüter Davids, die beständig sind.“
Drittens: Er warnt die Völker davor, sich Seinem Sohn und Seinem Plan zu widersetzen
Ps 2,10-12:
„So nehmet nun Verstand an, ihr Könige, und lasset euch warnen, ihr Richter der Erde! Dienet dem HERRN mit Furcht und frohlocket mit Zittern. Küsset den Sohn, dass er nicht zürne und ihr nicht umkommet auf dem Wege; denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen! Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“ (Den Sohn küssen ist eine Redewendung, die bedeutet: Gehorche jedem Wort, das aus Seinem Mund kommt!)
Viertens: Er demonstriert die Macht Seiner Gnade, indem Er Israel rettet
Hes 36,22-23:
„Darum sage zu dem Hause Israel: So spricht Gott, der HERR: Nicht um euretwillen tue ich solches, Haus Israel, sondern wegen meines heiligen Namens, welchen ihr entheiligt habt unter den Heiden, zu welchen ihr gekommen seid. Darum will ich meinen großen Namen wieder heilig machen, der vor den Heiden entheiligt worden ist, welchen ihr unter ihnen entheiligt habt! Und die Heiden sollen erkennen, dass ich der HERR bin, spricht Gott, der HERR, wenn ich mich vor ihren Augen an euch heilig erweisen werde.“
Fünftens: Er richtet die Nationen, die sich Seinem gnädigen Handeln widersetzen
Hes 39,21:
„Und ich will meine Herrlichkeit unter den Heiden erweisen, dass alle Heiden mein Gericht sehen sollen, das ich gehalten, und meine Hand, welche ich an sie gelegt habe.“
Joel 4,11-12:
„Eilet und kommt herbei, alle Nationen ringsum, und versammelt euch! Dorthin führe, o HERR, deine Helden hinab! Die Nationen sollen sich aufmachen und in das Tal Josaphat hinaufziehen! Daselbst will ich zu Gericht sitzen über alle Nationen ringsum.“
Die Ernsthaftigkeit der Zeit, in der wir leben
Joel 4,14:
„Scharen um Scharen [treffen ein] im Tal der Entscheidung; denn nahe ist der Tag des HERRN im Tale der Entscheidung.“
Ist es uns bereits gedämmert, was die Stunde geschlagen hat, d.h. wie ernst unsere Zeit ist? Verstehen wir, dass die Nationen ihr Schicksal dadurch entscheiden, wie sie auf Gottes Handeln mit ihnen reagieren?
Wir sind dazu berufen, den Sinn des HERRN zu erkennen, d.h. Ihm gegenüber geistlich wach zu sein (in unserem täglichen Leben) und vor Ihm zu stehen, nicht mit unseren eigenen Gefühlen oder Einschätzungen, sondern in Seinem Geist. Wir müssen Verständnis darin erlangen, wie wir mit Verständnis und Glauben vor dem HERRN stehen können, anstatt aus unserer eigenen emotionalen Reaktion heraus dafür zu beten, was in Israel und in der Welt geschieht.
Nimm dir Zeit, vor dem Herrn zu stehen und bitte Ihn ernstlich, dich durch Seinen Geist zu leiten, was du für dein Land, die Welt und Israel beten sollst.
Mk 13,33:
„Sehet zu, wachet und betet! Denn ihr wisset nicht, wann die Zeit da ist.“
Wir können beten
„‘Wir werden notfalls mit unseren Fingernägeln kämpfen’, sagt Netanjahu
Premierminister Benjamin Netanjahu sagte am Donnerstag in einem Beitrag, dass Israelis notfalls mit ihren Fingernägeln kämpfen würden, um ihre Feinde zu besiegen. Netanjahus Erklärung erfolgte im Vorfeld des 76. israelischen Unabhängigkeitstages, der nächste Woche begangen wird.
Es war auch die erste öffentliche Stellungnahme Netanjahus, nachdem US-Präsident Joe Biden erklärt hatte, dass er Offensivwaffenlieferungen an Israel zurückhalten würde.
‚Ich habe Bibi und dem Kriegskabinett klargemacht, dass Sie keine Hilfe erhalten werden, wenn Sie in Bevölkerungszentren in Rafah eindringen‘, sagte Biden in einem Interview auf CNN.
Netanjahu sagte, Israel habe in der Vergangenheit unter einem Waffenembargo gestanden, aber sein Volk habe Kampfgeist, Tapferkeit und Einigkeit.
‚Wir sind heute stärker und entschlossen und vereint, diejenigen zu besiegen, die kommen, um uns zu töten‘, sagte Netanjahu. ‚Wenn wir allein stehen müssen, werden wir allein stehen. Ich habe schon früher gesagt, dass wir, wenn nötig, mit unseren Fingernägeln kämpfen werden‘, sagte er...“
https://www.ynetnews.com/article/b1owhk9m0
„UN-Vollversammlung: ‚Schämen Sie sich!‘, ruft der israelische Botschafter
Israel hat empört auf die Entscheidung der UN-Vollversammlung reagiert, die Rechte der Palästinenser in dem Gremium zu stärken. ‚Mit diesem neuen Präzedenzfall könnten wir hier Vertreter vom IS oder Boko Haram sehen, die unter uns sitzen werden‘, sagte der israelische UN-Botschafter Gilad Erdan in Bezug auf zwei Dschihadistengruppen. In der Debatte vor der Abstimmung hatte Erdan in einem symbolischen Akt die UN-Charta geschreddert.
'Solange so viele von Ihnen Juden hassen, kümmert es Sie nicht wirklich, dass die Palästinenser nicht friedliebend sind', sagte Erdan und ließ eine Kopie der UN-Charta durch einen kleinen Schredder laufen. 'Sie zerschreddern die UN-Charta mit Ihren eigenen Händen', rief er der Vollversammlung entgegen. 'Ja! Ja, das ist es, was Sie tun: die UN-Charta zerschreddern. Schämen Sie sich!'
Erdan warf der Vollversammlung vor, 'die Errichtung eines palästinensischen Terrorstaates' voranzutreiben. 'Sie haben die Vereinten Nationen für moderne Nazis und völkermörderische Dschihadisten geöffnet, die sich für die Errichtung eines islamischen Staates in ganz Israel, in der Region einsetzen und jeden jüdischen Mann, jede jüdische Frau und jedes jüdische Kind ermorden. Es macht mich krank.'
Die Vollversammlung der Vereinten Nationen stimmte am Freitag für eine Stärkung der Rechte der Palästinenser innerhalb des größten UN-Gremiums... Zudem forderte das Gremium mit 193 Mitgliedstaaten vom ausschlaggebenden Weltsicherheitsrat die 'wohlwollende' Prüfung einer Vollmitgliedschaft Palästinas.
Für die Resolution stimmten 143 Länder, 9 Staaten votierten dagegen. 25 Länder enthielten sich – darunter auch Deutschland…
Die Vollversammlung stellt mit der Annahme fest, dass der 'Staat Palästina (...) zur Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen zugelassen werden sollte' – der Sicherheitsrat solle diese ‚noch einmal wohlwollend prüfen‘…
Von 193 UN-Mitgliedsstaaten haben bisher mehr als 130 die palästinensischen Gebiete als unabhängiges Land anerkannt...“
"Abstimmung der Vereinten Nationen: UN-Generalversammlung stärkt Rechte Palästinas
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am Freitag mit großer Mehrheit für eine Resolution gestimmt, die Palästina neue 'Rechte und Privilegien' in dem Gremium gewährt...
Der stellvertretende Ständige Vertreter Deutschlands, Thomas Zahneisen, begründete die deutsche Enthaltung am Freitag damit, dass die Resolution aktuell nicht zielführend sei. Deutschland wolle einen 'in der Realität' existierenden palästinensischen Staat. 'Die heutige Abstimmung wird jedoch weder einen lebensfähigen Staat noch Frieden schaffen', sagte Zahneisen in New York. Wäre die Resolution in der Lage gewesen, das Leiden zu beenden, 'hätten wir dafür gestimmt'. Nur direkte Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern führten jedoch zu langfristigem Frieden, deswegen habe Deutschland sich enthalten.
Zahneisen rief Israel dazu auf, 'seinen Teil' zu einer Zweistaatenlösung beizutragen und von 'weiteren Eskalationen' in Rafah abzusehen...
2012 hatte die UN-Generalversammlung Palästina den Beobachterstatus zuerkannt. Dafür reicht eine einfache Mehrheit der Stimmen. Auch dagegen stimmten die Vereinigten Staaten damals; Deutschland enthielt sich. Nach der UN-Charta steht die volle Mitgliedschaft „allen friedliebenden“ Nationen offen, und der Sicherheitsrat muss ihre Aufnahme in die Generalversammlung zur endgültigen Genehmigung empfehlen...“
Ein großer Grund zum Dank: Yom Ha‘ azma‘ut
Am Dienstag konnte Israel den 76. Jahrestag der Gründung des modernen Staates Israel feiern! Welch ein Beweis der Bündnistreue Gottes!
Wir können beten
In unserer Ausgabe von Wachen und Beten für Mai haben wir Gebet für die EU-Wahlen als Schwerpunkt gesetzt.
Wir halten dieses Thema für so wichtig, dass wir euch bitten, dies noch einmal zur Grundlage eurer Gebete zu nutzen.
Dazu ergänzend:
„Ich glaub’s nicht!
Immer öfter geschehen Dinge, die man vor nicht allzu langer Zeit nicht für möglich gehalten hätte.
Über Abgründe des Zeitgeistes und ihre Ursachen.
‚Ich glaub’s nicht, das darf doch nicht wahr sein!‘ Dieser Stoßseufzer ist bei manchem die erste Reaktion auf die Ungeheuerlichkeit aktueller Nachrichten. Natürlich, das gab es auch schon früher, dass man ob einer aktuellen Nachricht perplex ist und das gehörte erst mal am liebsten gar nicht glauben will – obwohl klar ist, dass es stimmt. Aber was sagt das über eine Zeit aus, in der einem dieses ‚Ich glaub’s nicht‘ bald jede Woche, oder öfter, über die Lippen kommt?
Zu den Zumutungen, die den Rahmen dessen sprengen, was man in einer entwickelten rechtsstaatlichen Zivilisation erwarten sollte, gehören auch die folgenden wenigen (von sehr viel mehr möglichen) Beispiele von Irrlichtern aus dem Gruselkabinett des Zeitgeistes.
‚Der Gazastreifen war das größte Feiluft-Gefängnis der Welt und ist jetzt der größte Friedhof der Welt.‘ Josep Borrell, EU-Außenbeauftragter
Fassungslos lässt diese Aussage den zurück, der noch über einen halbwegs klaren Kompass verfügt und ein Mindestmaß an Kenntnis über die Geschichte und das Geschehen hat. Ein Freiluft-Gefängnis? Niemand hätte die Hamas-Regierung gehindert, Gaza mit den Milliarden in ein prosperierendes Feriendomizil zu verwandeln.
Würde ein Neonazi Borrells Aussagen treffen, ein islamischer Terrorist, ein völlig Ahnungsloser: es wäre schlimm genug. Aber der Top-Diplomat der Europäischen Union als Ignorant von allem, was wahr ist, als Leugner historischen Geschehens, als Hassredner? Das Nächste, was man kaum glauben mag, folgt auf dem Fuße:
Die Hetzrede von Borrell zog keine nennenswerte öffentliche Empörung oder politische Reaktionen nach sich.
Sollte man von verantwortlichen Politikern und Medien, denen Wahrhaftigkeit und demokratisch-rechtsstaatliche Gesinnung am Herzen liegen, nicht erwarten, dass sie politische Konsequenzen fordern, die Absetzung Borrells, dass sie ihre Abscheu über solche Tiraden ausdrücken?...
Die Lüge zur Wahrheit zu machen bringt Unglück und Leid. Das ist eine zwangsläufige Folge davon. Jesaja benennt die Folgen solch abgründiger Verkehrungen der Wahrheit mit einem Wehe-Ruf. Sein Wort trifft prophetisch in diese Zeit: ‚Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen!‘ (Jes 5,20) Die bewusste Verweigerung, Gottes gute Wege zu erkennen und ein Leben und eine Politik zu führen, die frontal gegen Ihn stehen, führt zur Unfähigkeit, die Realität überhaupt noch erkennen zu kennen, führt Paulus im ersten Römerbrief aus.
Das gilt für das Individuum. Das gilt für eine ganze Gesellschaft, für Nationen. Dieses Phänomen der Verunmöglichung von Erkenntnis gleicht einer Art geistiger Umnachtung.
Die Bibel spricht von ‚Verblendung‘, von einem ‚Geist des Irrwahns‘. Der Pharao, der sich Gottes Willen widersetzte, war damit geschlagen. Menschen, die einer Gott-feindlichen Ideologie folgen, sind damit geschlagen. Sie verfallen der Propaganda, der Gehirnwäsche, für die sie sich selbst geöffnet haben.“ (Thomas Lachenmaier; factum 3/24; Ausgabe Mai/Juni; S.16,17)
Wir können beten:
Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!
Heinz-Jürgen Heuhsen