Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Der Ursprung des Pfingstfestes
Pfingsten oder Shavuot ist ein Fest, an dem die Güte und Versorgung Gottes für Sein Volk gefeiert wird, die darin zum Ausdruck kommen, dass Er ihre Ernte segnet.
Neben dem Brandopfer wurden zwei Brote geopfert, die aus dem frisch geernteten Korn gebacken waren.
Shavuot findet fünfzig Tage nach dem Tag statt, an dem die „Erstlingsgarbe“ als Verheißung der kommenden Ernte vor dem Herrn „geschwungen“ (gewebt) worden ist.
Die Zählung der fünfzig Tage begann mit dem Sonntag unmittelbar nach dem ersten Shabbat des Festes der ungesäuerten Brote, das direkt nach der Passah-Nacht begann.
Damit wurde deutlich gemacht, dass der Segen und die Versorgung des Herrn in Seiner erlösenden Gnade Seiner Herausführung Israels aus der Knechtschaft in Ägypten verwurzelt waren.
Das erste Pfingstfest des Leibes des Messias
An diesem ersten Tag nach dem ersten Shabbat des Festes der ungesäuerten Brote ist Jeschua von den Toten auferstanden. Er war sozusagen die „Erstlingsgarbe“ der erlösten, auferstandenen Menschheit, die vor dem Herrn „geschwungen" wurde.
So begann auch das erste Pfingstfest, der Beginn der Ernte von Seelen, der Erstlingsfrüchte der erlösten Menschheit, genau 50 Tage nach Jeschuas Auferstehung.
Pfingsten ist im Tod und in der Auferstehung unseres Erlösers verwurzelt.
Das kommende Pfingstfest
Das erste Pfingstfest erlebten zunächst nur jene etwa 120 (Apg 1,15); danach diejenigen, die auf die Predigt des Petrus hin glaubten und sich dem Herrn zuwandten. Die kommende Ausgießung des Geistes wird auf die ganze Nation Israel geschehen.
"Und danach werde ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch; eure Söhne und Töchter werden weissagen, eure Alten werden Träume haben, eure Jungen werden Gesichte sehen. Und auch über meine Knechte und über meine Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen." (Joel 2,28-29 bzw. 3,1-2)
„Dann werden sie erkennen, dass ich der Herr, ihr Gott, bin, der sie in die Gefangenschaft zu den Völkern geschickt hat, sie aber auch wieder in ihr Land zurückgebracht und keinen von ihnen mehr gefangen gelassen hat. Und ich werde mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich werde meinen Geist über das Haus Israel ausgießen, spricht Gott der Herr." (Hes 39,28-29)
Es ist nicht überraschend, dass die Ausgießung des Geistes eng mit dem gekreuzigten Messias verbunden ist, den wir (das jüdische Volk) durchbohrt haben.
"Und ich will ausgießen auf das Haus David und auf die Einwohner Jerusalems den Geist der Gnade und des Flehens; dann werden sie auf mich schauen, den sie durchbohrt haben. Dann werden sie auf mich blicken, den sie durchbohrt haben; und sie werden um ihn trauern, wie man um seinen einzigen Sohn trauert, und sich um ihn grämen, wie man sich um seinen Erstgeborenen grämt.“ (Sach 12,10)
Beten für ein weiteres Pfingstfest
Gott hat das Pfingstfest und alle anderen Feste so gestaltet, dass sie die Menschen zu IHM selbst zurückführen. Die Menschen sollten erkennen, dass Er die Quelle all des Guten ist, das sie erfahren.
Die Opfer deuteten darauf hin, dass sie noch viel Größeres von Ihm brauchten – nämlich Sühnung. Auf diese Weise war immer ein Element von Schuldspruch dabei, wenn sie sich Gott nahten und für Seine Güte dankten!
Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass das, was mit einem großen Lobgesang auf den Herrn und seine wunderbaren Taten begann (Apg 2,11), mit der Predigt des Petrus weiterging, die die versammelte Menge zutiefst überzeugte.
„Als sie aber das hörten, erschraken sie und sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: "Männer und Brüder, was sollen wir tun?"“ (Apg, 2,37)
Genau das ist es, was die Propheten für die kommende Ausgießung des Heiligen Geistes vorausgesagt haben:
"Ich will den Geist der Gnade und des Flehens ausgießen auf das Haus David und auf die Bewohner Jerusalems. Dann werden sie auf mich blicken, den sie durchbohrt haben. Ja, sie werden um ihn trauern, wie man um seinen einzigen Sohn trauert." (Sach 12,10)
Dies und nur dies wird die ersehnte Veränderung in Israel bringen. Nichts anderes wird dies tun. Der GEIST wird es tun. Er wird den Sohn offenbaren. Er wird eine GROSSE Überführung von Schuld bewirken und zur Buße führen, die Israel Errettung bringen wird.
Dreieinhalb Jahre lang hielt Gott zu Elia's Zeiten den Regen zurück, und das Land war ausgedörrt!
Zwei Jahrtausende lang hat Israel ohne Wasser vom Himmel geschmachtet! Unser Land ist geistlich ausgedörrt; es herrscht eine geistliche Hungersnot im Land!
Unser Volk geht aus Mangel an Erkenntnis zugrunde, weil wir die Erkenntnis verworfen haben! Damit haben wir IHN abgelehnt! (Hosea 4,6)
Werdet ihr mit uns und für uns beten?
Unsere einzige Hoffnung ist Gott und dass ER das, was ER zu tun versprochen hat, auch tut!
Vielen Dank und Gott segne Euch!
Ofer
Was für ein Vorrecht und was für eine Ermutigung für uns, dass Gott uns beauftragt hat, IHN an Seine Worte der Verheißung für Israel zu erinnern!
„Die ihr den HERRN erinnern sollt, gönnt euch keine Ruhe! Und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem herstellt und bis er es zu einem Ruhm auf Erden setzt!“ (Jes 62,6b-7)
Das hebräische Wort für "erinnern", zâḵar, wird in dem JFB Kommentar folgendermaßen erklärt:
„Gottes Diener sollen durch ihre Gebete Gott an seine Verheißungen 'erinnern' (Jes 43,26); wir sind aufgefordert, Gott zu erinnern, als ob Gott seine Verheißungen vergessen könnte, was er nicht kann (Ps 119,49; Jer 14,21)“.
Wir können beten
Jeremia 31,7-13: „Der HERR sagt: Singt und jubelt! Freut euch mit Israel, dem ersten aller Völker! Preist und dankt, sagt es überall weiter: 'Der HERR hat geholfen! Alle, die von seinem Volk übriggeblieben sind, hat er befreit.' Ja, ich, der HERR, hole sie heim aus den Ländern des Nordens, ich sammle sie von den Enden der Erde. Blinde und Gelähmte bleiben nicht zurück, auch die Schwangeren und Wöchnerinnen bringe ich mit. Alle kehren zurück, eine mächtige Schar. Weinend kommen sie herbei, sie vertrauen sich meiner Leitung an. Ich führe sie auf gebahnten Wegen, sodass niemand fällt, ich bringe sie in wasserreiche Täler. Ich bin und bleibe Israels Vater und Efraïm ist mein erstgeborener Sohn! Ihr Völker, hört, was der HERR euch sagt; macht es bis an die Enden der Erde bekannt: Ich war es, der Israel in alle Winde zerstreut hat; jetzt sammle ich es wieder…Sie kommen zum Berg Zion und stimmen Jubellieder an. Sie freuen sich über meine Gaben, über Korn, Wein und Öl, über Schafe und Rinder. Sie blühen und gedeihen wie ein bewässerter Garten, nie mehr werden sie zugrunde gehen. Die Mädchen freuen sich und tanzen, Jung und Alt sind fröhlich. Ich werde sie trösten; ich verwandle ihre Trauer in Jubel, ihren Kummer in Freude.“
Wir können beten
Jeremia 31,14.17: „Und ich will die Seele der Priester mit Fett laben, und mein Volk soll meiner Gaben die Fülle haben, spricht der HERR… es ist Hoffnung vorhanden für deine Zukunft, spricht der HERR, und deine Söhne sollen wieder in ihre Heimat kommen!“
Wir können beten
Wir haben das neue Wachen und Beten für Juni herausgegeben. Orientiert doch bitte eure Gebete für Deutschland an den dort genannten Anliegen.
Möge der Herr uns helfen, als Beter mit Ausdauer fest zu stehen.
Heinz-Jürgen Heuhsen