Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Jes 52:7 (KJV)
„Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Frieden verkündigt,
der gute Botschaft bringt, der das Heil predigt,
der zu Zion sagt: Dein Gott regiert!“
Dein Gott regiert! Wie lieblich klingt solch eine Proklamation, wie beruhigend! Wahrlich eine frohe Botschaft! Wie sehr brauchen wir es, zu glauben, zu hoffen, zu beten und im Glauben unseren großen regierenden Gott zu schauen.
Jes 51:7
„Höret mir zu, ihr, die ihr die Gerechtigkeit kennet,
du Volk, das mein Gesetz im Herzen trägt!
Erschrecket nicht vor dem Schmähen der Menschen
und entsetzet euch nicht vor ihrem Lästern.“
Hier erfahren wir, dass der gerechte Überrest entmutigt war. Jene, die treu waren und Seine gerechten Wege hochhielten, wurden bedrängt, geschmäht und beleidigt. Wir sehen, dass sie angesichts der Lage im Lande verzweifelt sind.
Das Kapitel Jes 51 beginnt mit einer Ermutigung durch den Herrn und einem Versprechen. Zunächst verweist Er auf Abraham und erinnert sie daran, dass Er ihn – obgleich Er ihn als Einzelnen berief – segnete und mehrte, sodass er zu einer Nation wurde.
Daraufhin fährt der Herr fort, die Gläubigen durch ein Versprechen die Gewissheit zu geben, dass Er handeln wird.
Jes 51:3-5
„Denn der HERR tröstet Zion; er tröstet alle ihre Trümmer und macht ihre Wüsten wie Eden und ihre Einöde zu einem Garten des HERRN.
Freude und Wonne, Danksagung und Lobgesang wird darin gefunden.
So merke nun auf mich, mein Volk, und ihr, meine Leute, leihet mir eure Ohren;
denn eine Lehre wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich zum Licht der Völker aufrichten.
Meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil zieht aus, und meine Arme werden die Völker richten. Auf mich werden die Inseln harren und auf meinen Arm warten.“
Vom Chaos zur Ordnung, von der Verwüstung zur Wiederherstellung, von der Entfremdung zur Gemeinschaft mit Ihm. Die Aussage „Er wird ihre Wüste wie Eden machen“ spricht nicht nur von physischer Wiederherstellung, sondern auch von einem Ort der Gemeinschaft und Verbundenheit mit dem HERRN – genau wie Adam sie vor dem Sündenfall mit Gott pflegte. Das Wort wird ausgehen, das Recht wird wiederhergestellt werden, die Rettung wird kommen, und über das Land hinaus wird das Wort ein Licht für die Nationen sein.
Der Höhepunkt all dessen ist, dass Gott verspricht, bei Seinem Volk zu wohnen; Er wird nach Zion zurückkehren.
Jes 52:8
„Da ist die Stimme deiner Wächter!
Sie werden ihre Stimme erheben und miteinander jauchzen;
denn Auge in Auge werden sie es sehen, wenn der HERR wieder nach Zion kommt.“
Er wird „viele gerecht machen, denn Er wird ihre Missetaten tragen.“ (Jes 53:11)
Jesaja 52:13 bis 53:12 ist eine der detailliertesten Beschreibungen in der gesamten Bibel für das Kommen Jeshuas, des Lammes Gottes, um „seine Seele als Sündopfer darzubringen.“ (Jes 53:10).
Der treue Überrest wird erneut erweckt und ermutigt und antwortet mit Gebet, indem er den Herrn anruft, dies zu verwirklichen.
Jes 51:9-11
„Erwache, erwache, und ziehe Macht an, du Arm des HERRN!
Erwache, wie in den Tagen der Vorzeit und bei den Geschlechtern der Urzeit!
Bist du nicht der, welcher Rahab zerschmettert und den Drachen durchbohrt hat?
Bist du nicht der, welcher das Meer, die Wasser der großen Flut, trockengelegt und
die Tiefen des Meeres zu einem Weg gemacht hat, daß die Erlösten hindurchzogen?
Also werden die Erlösten des HERRN wiederkehren
und gen Zion kommen mit Jauchzen,
und ewige Freude wird über ihrem Haupte sein;
Freude und Wonne werden sie erfassen,
aber Kummer und Seufzen wird entfliehen.“
Im Glauben neu entflammt, erinnert sich der Überrest an Gottes große Taten bei der Erlösung aus der ägyptischen Knechtschaft. Im Licht der Offenbarung des HERRN und Seiner Verheißung verkünden sie die künftige Rückkehr der Erlösten nach Zion.
Dieselbe Macht Gottes, die sie aus Ägypten befreite und einen Weg durch das Meer bahnte, wird Israel ein weiteres Mal von seiner Sünde und aus dem Exil erlösen.
Doch es gibt noch mehr: Denn gemeinsam mit der Errettung aus Knechtschaft und Sünde verheißt Gott auch, Sein Volk von seinen Feinden zu befreien (jenen Feinden, die Er oftmals dazu benutzt hat, Israel heimzusuchen, wenn es sich weigerte, zu Ihm umzukehren).
Jes 51:22-23
„So spricht dein Herr, der HERR, und dein Gott, welcher seines Volkes Sache führt:
Siehe, ich will den Taumelbecher aus deiner Hand nehmen, den Kelch meines Grimmes,
daß du hinfort nimmermehr daraus trinken mußt, sondern ich will ihn deinen Bedrückern in die Hand geben, die zu deiner Seele gesprochen haben:
Bücke dich, daß wir über dich wegschreiten können; mache deinen Rücken der Erde gleich und wie eine Gasse für die, so darüber gehen!“
Die geistlichen und die physischen Wiederherstellungen werden in der Schrift aufgegriffen, wo Jes 52:7 zitiert wird.
Jes 52:7 wird einmal im Buch Nahum und ein weiteres Mal im Römerbrief zitiert.
Nahum ist eine Prophetie, die die beinahe vollständige Zerstörung Ninives, der Hauptstadt Assyriens, ankündigt. Dennoch wird auf eine geistliche Wiederherstellung Israels hingewiesen.
Nah 2:1
„Siehe auf den Bergen die Füße eines guten Boten, der Frieden predigt:
Feiere, Juda, deine Feste, bezahle deine Gelübde!
Denn der Arge wird forthin nicht mehr über dich kommen; er ist gänzlich vertilgt!“
Während das Buch Nahum eine ausdrückliche Prophetie vom Fall Ninives darstellt (der im Jahr 612 v. Chr. erfolgte), ist darin auch der „Tag des HERRN“ implizit enthalten. Tatsächlich gilt der „Tag des HERRN“ bei den kleinen Propheten (im Hebräischen als
„Buch der Zwölf“ bezeichnet) als ein verbindendes Leitmotiv.
„Das Zwölfprophetenbuch scheint sich spezifisch mit dem Tag des HERRN und dem göttlichen Krieger zu befassen. Obwohl der Tag JHWHs bei Nahum nur implizit enthalten ist, ähnelt die Sprache jenen Passagen, die explizit von ihm sprechen.“ (Anchor Bible Dictionary, London 1992)
Warum ist dies wichtig? Weil die Wiederherstellung Israels dann als ein eschatologisches Ereignis einzuordnen ist.
Das nächste Zitat kann ebenfalls in diesem Licht betrachtet werden. Es findet sich in
Röm 10:15
„Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht:
„Wie lieblich sind die Füße derer, die das Evangelium des Friedens, die das Evangelium des Guten verkündigen!"
Dieser Vers steht inmitten dreier Kapitel, die sich mit dem Geheimnis Israels befassen – von Israels Ablehnung des Messias bis hin zu seiner eschatologischen Wiederherstellung und der Bedeutung, die dies für die Welt und die Gemeinde hat.
Die Wiederherstellung Israels ist nicht bloß ein politisches Ereignis; vielmehr ist sie ein Katalysator für die endgültige Konfrontation zwischen Gottes Absichten und den widerstreitenden Mächten der Welt.
Wenn wir den Blick über Röm 9–11 hinaus weiten – hin zu den eschatologischen Schriften des Neuen Testaments, wie etwa der Offenbarung, oder zu den alttestamentlichen Prophezeiungen, wie denen in Hesekiel und Sacharja –, erkennen wir: Die Wiederherstellung Israels ist kein bloß lokales, stilles Ereignis; vielmehr ist sie der letztendliche Auslöser für die finale, weltweite Konfrontation mit den irdischen Super-Mächten und den kosmischen geistlichen Kräften.
Israel muss durch den Messias Frieden mit Gott finden. Auch die Nationen müssen Seine Herrschaft anerkennen und sich Seinem Willen beugen.
Wenn du für diese Dinge betest, betest du nicht allein für Israel, sondern auch für die ganze Welt. Du betest hinein in den größten kommenden Konflikt aller Zeiten. Du betest für deine eigene Nation, du betest für die Gemeinde, und du betest ebenso für dich selbst und deine Familie.
Zum Schluss kehren wir zurück zu
Jes 52:8
„Da ist die Stimme deiner Wächter!
Sie werden ihre Stimme erheben und miteinander jauchzen;
Denn Auge in Auge werden sie es sehen, wenn der HERR wieder nach Zion kommt.“
Jes 4:2-6
„An jenem Tage wird der Sproß des HERRN
zur Zierde und Ehre dienen und die Frucht des Landes zum Ruhm und Preis den Geretteten Israels.
Und es wird geschehen: jeder Übriggebliebene in Zion und jeder Übriggelassene in Jerusalem wird „heilig" heißen, jeder, der unter die Lebendigen eingeschrieben ist in Jerusalem.
Ja, wenn der Herr den Unflat der Töchter Zions abgewaschen und die Blutschulden Jerusalems aus seiner Mitte hinweggetan hat durch den Geist des Gerichts und den Geist der Vertilgung,
dann wird der HERR über der ganzen Wohnung des Berges Zion und über ihren Versammlungen bei Tag eine Wolke und Rauch schaffen und den Glanz einer Feuerflamme bei Nacht; denn über der ganzen Herrlichkeit wird eine Decke sein
und eine Hütte zum Schatten tagsüber vor der Hitze und zur Zuflucht und zum Schirm vor Ungewitter und Regen.“
*Schutzdach = Hochzeitsbaldachin
Sehne dich nach Ihm wie eine Braut; bete zu Ihm wie ein Soldat; lebe wie ein Heiliger; warte auf Ihn wie auf Ihren Herrn; diene Ihm mit Leidenschaft.
Reichlicher Segen im Messias,
Ofer
Wir können beten
„IDF stößt nördlich des Litani-Flusses vor und hält erstmals seit 26 Jahren den Außenposten auf dem Beaufort-Höhenrücken
Bodentruppen der IDF haben den Litani-Fluss überquert und sind in die Gebiete des Beaufort-Höhenrückens sowie des Wadi al-Saluki im Südlibanon eingedrungen, wo sie diese nun sichern; dies gab das Militär am Sonntagmorgen bekannt…
Noch vor dem Einmarsch der Bodentruppen führte die israelische Luftwaffe umfangreiche unterstützende Luftangriffe auf die Infrastruktur der Hisbollah in diesem Gebiet durch.
Die Feuerunterstützung für die Bodentruppen umfasste zudem Artillerie- und Panzerbeschuss.
Des Weiteren teilte die IDF mit, dass sie derzeit in der Nähe von Nabatieh operiert – einer bedeutenden Hochburg der Hisbollah im Südlibanon – und bereit ist, ihre Operationen auch dort auszuweiten.
Verteidigungsminister Israel Katz würdigte das Erreichen des Beaufort-Kamms durch die IDF am Sonntag:
„Vierundvierzig Jahre nach der heldenhaften Schlacht um das Beaufort – und am Gedenktag für jene, die während des Ersten Libanonkriegs fielen, darunter auch Soldaten der Golani-Brigade, die in der Schlacht um das Beaufort ihr Leben ließen – sind IDF-Kämpfer unter der Führung der Golani-Brigade auf den Gipfel des Beaufort zurückgekehrt und haben dort erneut die Flagge Israels sowie die Flagge der Golani-Brigade gehisst“, schrieb Katz.
„Ich zolle den Soldaten der Golani-Brigade und allen IDF-Truppen meinen Respekt, die an jenem Ort, an dem unsere Helden für das Vaterland fielen, ein weiteres Kapitel israelischen Heldentums geschrieben haben“, sagte er. Dabei merkte er an, dass die „Kampagne noch nicht beendet“ sei und das Militär „entschlossen ist, die Macht der Hisbollah zu zerschlagen und den Auftrag zu erfüllen: die Gewährleistung der Sicherheit für die Bewohner des Nordens.“
„Heute sind wir auf andere Weise zum Beaufort zurückgekehrt“, fügte Premierminister Benjamin Netanjahu hinzu. „Wir sind geeint, entschlossen und stärker als je zuvor zurückgekehrt. Am Freitag habe ich mit den Kämpfern an der Nordgrenze gesprochen. Sie sagten zu mir: ‚Erzählen Sie dem Volk Israel, was wir hier tun.‘“ „Herr Premierminister, die Öffentlichkeit weiß nicht, welche Erfolge wir erzielt haben.“
Netanjahu erklärte, die IDF habe seit Beginn des Krieges 8.000 Hisbollah-Terroristen getötet. Davon etwa 3.000 seit dem Start der Operation „Roaring Lion“ und allein 700 im vergangenen Monat.
„Die Einnahme des Beaufort ist ein dramatischer Meilenstein und eine dramatische Wende in der Politik, die wir verfolgen. Wir haben die Barriere der Angst durchbrochen. Wir ergreifen die Initiative und operieren an allen Fronten – in Syrien, im Gazastreifen, im Libanon; wir haben Sicherheitszonen jenseits unserer Grenzen eingerichtet, um unsere Gemeinden zu schützen“, sagte er.
Erste Präsenz der IDF auf dem Beaufort-Grat seit 26 Jahren
Während des Ersten Libanonkriegs im Jahr 1982 eroberte die Aufklärungseinheit der Golani-Brigade der IDF den Außenposten von Terroristen, die das Gelände genutzt hatten, um Raketen auf Galiläa abzufeuern.
Die IDF hielt den Außenposten bis Mai 2000, als Israel auf Befehl des damaligen Premierministers Ehud Barak seine Streitkräfte aus dem Südlibanon abzog.
Israels Rückzug führte zum Zusammenbruch der südlibanesischen Armee und schuf ein Machtvakuum in der Region, das die Hisbollah nutzte, um ihre Stärke wiederaufzubauen.“
https://www.jpost.com/israel-news/defense-news/article-897815
Wir können beten
Bitte nehmt doch das Wachen und Beten Juni als Grundlage zum Beten.
Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!
Heinz-Jürgen Heuhsen