Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Jes 63,15:
„Wo ist nun dein Eifer und deine Macht? Das Wallen deiner Liebe und deiner Barmherzigkeit hält sich gegen mich zurück!“
Angesichts der schwierigen Gegebenheiten, in denen wir hier in Israel leben und angesichts der geistlichen Verfassung unseres Volkes, die wir spüren, während wir die wunderbaren und herrlichen Verheißungen Gottes lesen, können wir nicht anders als die Spannung zwischen dem, was ist, und dem, was verheißen ist, wahrzunehmen.
Je mehr wir beten, desto tiefer spüren wir diese Spannung. Je mehr wir beten, desto tiefer spüren wir Gottes eigenes Herz (ausgedrückt in den Verheißungen) und werden sensibler für die geistliche Verfassung unseres Volkes. Der Messias ist der Retter; wir sind seine verlorenen und irrenden Schafe.
Jesaja muss dasselbe empfunden haben.
Jes 60 bis Jes 63,6 sagen die kommende Herrlichkeit Gottes für Zion voraus. Auch die Rettung seines Volkes und Gottes Gericht über Zions Feinde werden vorhergesagt.
(63,1-6)
Dies sind erstaunlich schöne und ermutigende Kapitel – auch zum Gebet!
Jes 60,1-3:
„Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN erglänzt über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und tiefes Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und Seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und Nationen werden zu deinem Lichte wallen und Könige zu dem Glanz, der über dir erstrahlt.“
Jes 62,11-12:
„… Siehe, dein Heil kommt! Siehe, sein Lohn ist bei ihm und seine Vergeltung vor ihm! Und man wird sie nennen 'das heilige Volk, Erlöste des HERRN'; und dich wird man nennen 'die aufgesuchte und nichtverlassene Stadt'."
Jes 63,4
„Denn ich hatte mir einen Tag der Rache vorgenommen, das Jahr meiner Erlösten war gekommen.“
„Das Licht ist gekommen!“ „Die Herrlichkeit des Herrn ist über dir aufgegangen.“ „Siehe, dein Heil kommt.“ „Sie werden das heilige Volk genannt werden, die Erlösten des Herrn!“ „Das Jahr meiner Erlösten ist gekommen.“
Sprache und Grammatik lassen alles unmittelbar bevorstehend erscheinen, und gerade deshalb spürt Jesaja die aktuelle schwierige Situation so deutlich.
Er ruft zum Herrn, wie wir es in den Kapiteln 63 und 64 lesen. Daran können wir lernen, wie wir unsere gegenwärtigen Herausforderungen auf biblisch fundierte Weise meistern können.
Jesajas Gebet
Er erinnert sich selbst an Gottes treue Liebe – Er hat uns reichlich Barmherzigkeit erwiesen.
Jes 63,7:
„Ich will der Gnadenerweisungen des HERRN gedenken und dem HERRN Loblieder singen für alles, was der HERR an uns getan, und für das viele Gute, das er nach seiner Barmherzigkeit und großen Güte dem Hause Israel erwiesen hat.“
Er gedenkt der Erwählung Israels – Er ist unser Bundesgott.
Jes 63,8:
„da er sprach: ‚Sie sind ja mein Volk, Kinder, die nicht untreu sein werden!‘ Und so ward er ihr Retter.“
Er erinnert sich an Gottes vergangene Rettung – Gott kam, um Sein Volk zu retten.
Jes 63,9:
„In all ihrer Bedrängnis war auch Er bedrängt und der Engel Seines Angesichts rettete sie; aus Liebe und Mitleid hat Er sie erlöst. Er nahm sie und trug sie alle Tage der Vorzeit.“
Er erinnert sich (und bekennt vor Gott) an Israels Rebellion und Gottes Züchtigung – doch ist dies ja ein Beweis Seiner Liebe und Hingabe.
Jes 63,10:
„Sie aber widerstrebten und betrübten Seinen heiligen Geist; da ward Er ihnen feind und stritt selbst wider sie.“
Jesaja ruft Gott an, so zu handeln wie Er es in der Vergangenheit getan hat.
Wo ist der Gott, der Israel aus Ägypten herausgebracht hat? (V 11)
Wo ist der Gott, der Seine Gegenwart inmitten Seines Volkes Israel in der Wüste aufgerichtet hat? (V 11b)
Wo ist Der, der Israel geleitet und das Meer geteilt hat und der auf der ganzen Erde dafür berühmt wurde, der mächtige Retter Israels zu sein? (V 12)
Wo ist Der, der Israel führte und als ein guter Hirte für es sorgte? (V 14)
Wo sind Dein Eifer und Deine Macht, Dein Erbarmen und Deine Gnadenerweise; hältst Du sie zurück? (15)
Das Wort für „zurückhalten“ ist hier dasselbe wie das Wort, das verwendet wird, um zu beschreiben, wie Joseph im Hinterzimmer weinte und sich zurückhielt, sich seinen Brüdern nicht zu früh zu offenbaren. Liebe verbirgt ihr tiefes Mitgefühl; Liebe wartet.
Jes 63,19:
„wir sind geworden wie die, über welche du längst nicht geherrscht hast, über die dein heiliger Name nicht angerufen worden ist.“
(Wie wahr das für das heutige Israel ist!)
Und schließlich der große Ruf:
Jes 64,1-3:
„Ach, dass du den Himmel zerrissest und herabführest, dass die Berge vor dir zerschmölzen - wie Feuer Reisig entzündet und Wasser siedend macht -, um deinen Namen deinen Feinden kundzutun, dass die Heiden vor dir erzittern müssten; indem du furchtbar eingriffest, unerwartet herabführest, dass vor deinem Angesicht die Berge zerschmölzen!“
Schlussendlich ruft Jesaja Gott an und bittet darum, dass Er auf der Grundlage Seines Bundes handeln möge.
Jes 64,8-9:
„Nun aber bist du, HERR, unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer, wir sind allzumal deiner Hände Werk. Zürne nicht allzusehr, o HERR, und gedenke nicht ewiglich der Sünden! Ziehe doch das in Betracht, dass wir alle dein Volk sind!“
Wie wunderbar klingt solches Beten. Nachdem wir darüber nachgedacht hatten, wandten wir uns im Gebet an den Herrn.
Nichts ist zentraler oder wesentlicher als die Versöhnung dieses Volkes mit Gott in und durch Jeshua, den Messias. Man kann keine Beziehung zu Gott haben außer durch Jeshua, den Messias. Solange dieser Punkt nicht geklärt ist, wird nichts geklärt sein.
Wir können beten
Unsere Nation ist in vielerlei Hinsicht zerrissen; wir nennen nur zwei Themen:
Eines der Probleme ist der Widerstand der orthodoxen Parteien gegen die Rekrutierung geeigneter junger orthodoxer Jeschiwa-Studenten. Hier Auszüge aus einer der vielen israelischen Zeitungen, die darüber berichtet haben:
„Angesichts des Truppenmangels setzt die israelische Armee auf Deserteure und die Diaspora
‚Israel sucht nach neuen Wegen, Soldaten für bis zu 12.000 offene Stellen zu rekrutieren‘, verkündete der israelische Armeeradio diese Woche. Nach 23 Monaten Krieg, dem längsten in der israelischen Geschichte, sucht die Armee nach Unterstützung der jüdischen Diaspora im Ausland, der orthodoxen Gemeinde und sogar ehemaliger Deserteure, denen eine einmalige Amnestie angeboten wurde, wenn sie sich melden…
Ultraorthodoxe Juden, die einst vom Militärdienst befreit waren, können nun in die Streitkräfte eingezogen werden. Im Januar nahm die israelische Armee ihre erste Gruppe Ultraorthodoxer in eine neue Kampfbrigade auf. Doch die Armee steht vor einem harten Kampf, um tatsächlich eine nennenswerte Anzahl Ultraorthodoxer zu rekrutieren.“ (Zitat aus: „France24“)
Ein anderes Thema ist die Auseinandersetzung um die Frage der sich immer noch in der Gewalt der Hamas befindlichen Geiseln.
„Tausende demonstrieren in ganz Israel und fordern die Freilassung der Geiseln, während Familien Netanjahu warnen
Zehntausende Israelis versammelten sich am Samstagabend in Städten im ganzen Land und forderten die Freilassung der seit 687 Tagen in Gaza festgehaltenen Geiseln. Sie warfen Premierminister Benjamin Netanjahu vor, ein Abkommen zu blockieren, das den Krieg beenden und die Geiseln nach Hause bringen könnte.
Die größten Demonstrationen fanden in Tel Aviv statt, wo Demonstranten den Geiselplatz und die Begin Road füllten.
Zu den Rednern gehörte auch Itzik Horn, dessen Sohn Eitan gefangen gehalten wird. Horn forderte Netanjahu auf, seine eigenen Kinder nach Gaza zu schicken, falls er auf einer Militäroperation zur Eroberung von Gaza-Stadt bestehe...
Horn forderte die Israelis auf, massenhaft auf die Straße zu gehen. ‚Nur öffentlicher Druck wird die Geiseln zurückbringen‘, sagte er. ‚Wir brauchen Millionen auf den Straßen. Das ist das Einzige, was diese Regierung versteht, und davor haben sie Angst.‘ …
Netanjahu gab am Donnerstag bekannt, dass er dem Plan des Militärs zugestimmt habe, ordnete aber auch sofortige Vorbereitungen für Verhandlungen an, um die Geiseln zu befreien und den Krieg ‚zu für Israel akzeptablen Bedingungen‘ zu beenden...
In Kfar Malal, wo Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir zu Besuch war, versammelten sich Demonstranten und riefen Parolen gegen ihn. Ben-Gvir tauchte später auf, stellte sich der Menge entgegen und beschuldigte sie, ‚gewalttätige Anarchisten# zu sein. In einer Erklärung sagte er: ‚Sie haben uns mit schändlichen Beleidigungen beschimpft. Aber sie werden weiterschreien, und ich werde weiter für das israelische Volk arbeiten.‘
Das Forum für Geiseln und vermisste Familien kündigte für Dienstag einen weiteren landesweiten Protest an, der Solidaritätsaktionen in ganz Israel, einen Marsch zum Geiselplatz in Tel Aviv und eine Massenkundgebung umfasst...
‚Israel wird nicht zulassen, dass ein weiteres Abkommen torpediert wird‘, erklärte das Forum. ‚Die Bürger werden im ganzen Land auf die Straßen und Kreuzungen gehen und gemeinsam die Freilassung aller Geiseln und ein Ende des Krieges fordern.‘“
https://www.ynetnews.com/article/rkb8yydfel#autoplay
Es gibt zu beiden Problembereichen viele widersprüchliche Meinungen und der innerisraelische Konflikt tobt.
Wir können beten
Der Iran hat mit einer Wiederaufnahme des Krieges gedroht.
Auch die Houthis schießen ab und zu Raketen ab, um die Sache am Kochen zu halten.
Die israelischen Soldaten in den Konfliktgebieten, im Libanon und in Syrien, brauchen unsere Gebete für ihre Sicherheit und Einsatzbereitschaft.
Wir können beten
(die folgende Einleitung orientiert sich an „Berührungen“ von Ofer Amitai)
„Und es erging ein Wort des HERRN an Salomo, das lautete also: Dieses Haus betreffend, das du gebaut hast: Wenn du in meinen Satzungen wandelst und alle meine Gebote hältst und beobachtest, so dass du darin wandelst, so will ich mein Wort an dir erfüllen, das ich deinem Vater David verheißen habe; und ich will mitten unter den Kindern Israel wohnen und will mein Volk Israel nicht verlassen!“ (1 Kön 6,11-13)
Dieses Bauprojekt Salomos ist sehr beeindruckend. Allein seine Arbeitskräfte zählten „siebzigtausend Lastenträger und achtzigtausend Steinmetze." (1 Kön 5,15)
Salomo scheute keine Kosten. Nur das Beste von allem wurde von überall herbeigeschafft: Zedern- und Zypressenholz aus Tyrus, Gold - allein viereinhalb Tonnen von Hiram, dem König von Tyrus (1 Kön 9,14) - sowie Silber und Kupfer in so großen Mengen, dass es nicht zu zählen war. Er baute etwas Schönes, Solides, Dauerhaftes für den Herrn, ein großes Haus für den Großen Gott (2 Chr 2,5).
Inmitten all dieser Bautätigkeit spricht Gott zu Salomo nicht über das Projekt, sondern über sein Herz.
Gottes Wort an Salomo enthält eine einfache, aber sehr wichtige Wahrheit: Für Gott ist Salomos Herzenshaltung wichtiger als alles noch so kostbare, was er für Gott bauen kann. Die Hingabe seines Herzens und sein Gehorsam gegenüber Gott würden über den Erfolg und die Langlebigkeit des Hauses, das er baute, entscheiden.
Das Wort „wenn" in 1 Kön 6,12 macht es möglich, Gottes Reden zu Salomo an dieser Stelle sowohl als Verheißung wie auch als Warnung zu verstehen, je nachdem, wie das Herz auf das Wort reagiert. Im Fall Salomos und Israels blieb Gottes Wort ungehört. Tragischerweise wurde der Tempel, Gottes Haus, schließlich zerstört.
Auch bei uns ist Gott mehr an der Hingabe und dem Gehorsam unseres Herzens IHM gegenüber interessiert, als an allem, was wir für Gott erreichen oder tun könnten. Erfolg ohne die entsprechende Herzenshaltung wird sich als „auf Sand gebaut“ erweisen. (Mt 7,26)
Doch auch das Gegenteil ist wahr: Solange unser Herz IHM gehört, wird Gott uns beistehen - egal, was äußerlich geschieht.
Sicherheit und Erfolg im Leben eines Gläubigen hängen nicht von der Aufrechterhaltung irgendwelcher äußeren Strukturen ab.
Sie sind in einem Herzen verwurzelt, das sich Gott hingibt - in einem Herzen, das sich Seinem Willen und Seinem Wort hingibt; in einem Herzen, das Seine Liebe erwidert, indem es Seine Wege und Sein Wort liebt und bewahrt.
Selbst inmitten politischer, wirtschaftlicher und sozialer Umbrüche, wie sie die Welt derzeit erlebt, hat das hingegebene, gehorsame Herz die Gewissheit, dass Gott „Sein Volk nicht verlassen wird", dass „Gott in der Mitte ist", dass „Gott helfen wird, und wir nicht wanken werden" (Ps 46).
Lasst uns in dieser Gewissheit beten.
Denen, die sich an Sein Wort halten, hat Jesus versprochen, dass ihr „Haus" selbst den heftigsten Stürmen standhalten wird, weil es auf den Felsen gegründet ist.
Wir können beten
Mitte September findet die Generalversammlung der UN in New York statt. Eine Reihe europäischer Staaten zeigen eine zunehmend aggressive und feindselige Haltung gegenüber Israel. Deutschland gehört dazu.
„Ehemaliger Merkel-Berater: ‚Signal der Solidarität‘ – Heusgen fordert von Berlin Anerkennung Palästinas als Staat
Der frühere Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, fordert die Bundesregierung angesichts des Leids im Gazastreifen zur Anerkennung eines palästinensischen Staates auf. ‚Es würde weltweit als besonders starke Geste wahrgenommen, weil Deutschland zu Recht als treuer Freund Israels gilt‘, schreibt Heusgen in einem Gastbeitrag für das Redaktionsnetzwerk Deutschland.
‚Es wird die Situation kurzfristig nicht verändern, aber ein starkes Signal der Solidarität mit dem palästinensischen Volk senden, wenn wir uns der Staatenmehrheit anschlössen‘, so der frühere Top-Diplomat und langjährige Berater von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).
Mehrere Staaten, darunter Frankreich, Kanada und Australien, wollen im September einen palästinensischen Staat anerkennen...
Heusgen befürchtet Entwicklung zum Apartheidstaat
Aus Sicht von Heusgen ist zu befürchten, dass Israel sich zum ‚Apartheidstaat‘ entwickelt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehne einen Palästinenserstaat ab und unterstütze die Siedlergewalt im Westjordanland...
Israels Sicherheit sei deutsche Staatsräson. ‚Aber zur israelischen Sicherheit gehört auch, dass sich das Land nicht durch den exzessiven Einsatz militärischer Gewalt und den Bruch des Völkerrechts weltweit Feinde macht und isoliert.‘ …"
Offizielle Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes:
„Auswärtiges Amt zu angekündigten Siedlungsplänen der israelischen Regierung
Die Bundesregierung lehnt die Ankündigungen der israelischen Regierung zur Genehmigung tausender neuer Wohneinheiten in israelischen Siedlungen im Westjordanland entschieden ab.
Der Siedlungsbau verstößt gegen das Völkerrecht und einschlägige Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Er erschwert eine verhandelte Zweistaatenlösung sowie ein Ende der israelischen Besatzung des Westjordanlands, wie der IGH es fordert.
Planungen für die Siedlung 'E1' und die Ausweitung von Ma’ale Adumim würden die Mobilität der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland noch weiter einschränken, das Westjordanland faktisch in zwei Hälften teilen und Ost-Jerusalem vom Rest des Westjordanlands abschneiden.
Die Bundesregierung ruft die israelische Regierung dazu auf, den Siedlungsbau einzustellen, und wird nur solche Änderungen der Grenzen vom 04.06.1967 anerkennen, die von den Konfliktparteien vereinbart worden sind.
Jegliche Annexionspläne der israelischen Regierung lehnt die Bundesregierung klar ab.“
https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2730162-2730162
Sechs Gründe für den Bau in E-1
Der Bau von 10.000 Wohnungen in E-1 ist entscheidend für die Zukunft Jerusalems und für Israels Sicherheit. Er ist zugleich ein angemessener Gegenentwurf zum arroganten Versuch des Westens, Israel einen außer Kontrolle geratenen, gefährlichen palästinensischen Staat aufzuzwingen.
Jeder israelische Premierminister, seit Jitzchak Rabin hat aus triftigen Gründen Bauvorhaben in E-1 geplant und versprochen: kommunale und strategische Erfordernisse, die mit der Zeit immer stärker wurden. Der E-1-Quadrant ist entscheidend für die Zukunft Jerusalems und für Israels langfristige Sicherheit.
Hinzu kommt heute, dass E-1 ein Zeichen diplomatischer Vernunft ist: ein Gegenentwurf zum arroganten Versuch des Westens, Israel einen außer Kontrolle geratenen, gefährlichen palästinensischen Staat aufzuzwingen.
Hier sind sechs Gründe, warum es richtig und zwingend ist, dass Israel in den nächsten zehn Jahren 50.000 Wohnungen in E-1 baut.
Die E-1 beginnt an den Osthängen des Ölbergs und verläuft entlang der Straße nach Maale Adumim. Sie ist das letzte bedeutende Stück unbesiedelten Landes im Jerusalemer Stadtgebiet. Nur hier können Zehntausende von Wohnungen gebaut werden, um Jerusalems gravierenden Wohnungsmangel zu beheben...
Auch wenn solche Projekte langsam freigegeben werden, werden sie nicht annähernd die 6.000 neuen Wohnungen pro Jahr erreichen, die Jerusalem allein zur Deckung des natürlichen Wachstums benötigt.
Fleißige, aufstrebende junge Familien mit Kindern haben in Jerusalem schlicht keine bezahlbaren Wohnmöglichkeiten. Diese Bevölkerungsgruppe verlässt die Stadt, sodass Jerusalem eine sozial schwache Bevölkerungsgruppe hat, die hauptsächlich aus Arabern und Haredim besteht. Dies hat düstere Auswirkungen auf die Verbundenheit der Israelis mit Jerusalem.
Die Autobahn 1, die von Tel Aviv nach Jerusalem und hinunter ins Jordantal führt, ist die einzige West-Ost-Achse durch den Staat Israel mit einer jüdischen Bevölkerungsmehrheit. Es ist die einzige sichere Route, über die Israel im militärischen Notfall Truppen von der Küste ins Jordantal mobilisieren kann. Es ist ein unverzichtbares und entscheidendes militärisches Mittel…
Eine zentrale strategische Lehre aus dem Scheitern des Osloer Abkommens besagt: Israel kann sich nicht länger auf internationale Abkommen und diplomatische Garantien verlassen. Stattdessen muss seine Sicherheitslage auf der Verteidigung durch israelische Streitkräfte in verteidigungsfähigen Gebieten beruhen...
Der Bau in E-1 wird allen 150 israelischen Städten in Judäa und Samaria neues Leben einhauchen und die Unteilbarkeit Jerusalems als Israels Hauptstadt bekräftigen. Die Welt muss verstehen, dass Siedlungen keine „Friedenshindernisse“ darstellen und keine „Besetzung“ fremden Landes darstellen, sondern vielmehr Ausdruck der jüdischen Rückkehr in ihr angestammtes Land sind. Kein Israeli sollte jemals wieder aus seiner Heimat vertrieben werden, egal wo im Land Israel. Die Tragödie der Vertreibung von Gusch Katif darf sich nicht wiederholen.
Viele Israelis hatten einst die Möglichkeit eines vollwertigen, demokratischen und entmilitarisierten palästinensischen Staates in Judäa und Samaria in Betracht gezogen, der friedlich neben Israel existiert – doch das ist nicht mehr der Fall. Das Massaker der Zweiten Palästinensischen Intifada hat die meisten Israelis von dieser Vorstellung abgebracht, und der Angriff der Hamas vom 7. Oktober hat sie noch tiefer vergraben. Sie ist zumindest langfristig weder glaubwürdig noch machbar…
Die Europäer argumentieren, dass die israelische Erschließung von E-1 die zusammenhängende Landmasse, die sie für die palästinensische Nationalbewegung erhoffen und die Ramallah und Bethlehem verbindet, teilen würde. Aber unerhörterweise finanziert die EU sogar die Errichtung nicht genehmigter palästinensischer und beduinischer Siedlungen in E-1 (wie Khan al-Ahmar), um Fakten zu schaffen und die israelische Entwicklung in dieser Zone zu verhindern…
Es ist an der Zeit, dass die Welt die Palästinenser als verantwortungsbewusste Erwachsene behandelt und ihnen keine Freikarte hinsichtlich der Art ihrer autonomen Selbstverwaltung lässt!
Der Westen sollte die Zahlungen an Terroristen und NGOs, die Terroristen unterstützen beenden, die Hamas und andere palästinensische Terrorarmeen entwaffnen, die Versuche beenden, Israel vor internationalen Gerichten als Kriegsverbrecher zu brandmarken, ein Ende der Vermittlung von völkermörderischem Antisemitismus in palästinensischen Schulen und Medien erzwingen…
Israels muss durch die Palästinenser als ursprüngliche Heimat des jüdischen Volkes anerkannt werden. Dies ist eine Forderungen für die Nahostdiplomatie der Zukunft.
In der Zwischenzeit wird Israel E-1 entschlossen weiterentwickeln, um Jerusalem zu stärken und den jüdischen Nationalstaat zu sichern. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung EdP) https://www.israelhayom.com/opinions/six-reasons-to-build-in-e-1/
Wir können beten
Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!
Heinz-Jürgen Heuhsen