„Um Zions willen schweige ich nicht, und um Jerusalems willen lasse ich nicht ab, bis ihre Gerechtigkeit hervorbricht wie Sonnenglanz und ihr Heil entbrennt wie eine Fackel; bis die Heiden deine Gerechtigkeit sehen und alle Könige deine Herrlichkeit und du mit einem neuen Namen genannt wirst, welchen des HERRN Mund bestimmen wird… O Jerusalem, ich habe Wächter auf deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stille schweigen sollen! Die ihr den HERRN erinnern sollt, gönnt euch keine Ruhe! Und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem herstellt und bis er es zu einem Ruhm auf Erden setzt!“ (Jes 62,1-2.6-7)
Israel feiert in diesem Jahr den Jerusalemtag am 5. Juni Dazu einige Gedanken von Ofer Amitai aus „Berührungen Nr.25“:
„Jedes Jahr am Jerusalem Tag muss ich an die Wiedervereinigung Jerusalems 1967 und an Israels Siegesparade am Unabhängigkeitstag 1968 denken.
Ich hatte einen Platz sozusagen in der ersten Reihe, weil mein Vater der Verantwortliche war. Mein Vater, der Kommandeur einer der drei Brigaden, die die Stadt wiedervereinigt hatten, war mit der Planung und Durchführung der Parade beauftragt worden.
Ich werde niemals die Fahrt im Jeep meines Vaters, der vor den Motorradfahrern herfuhr und uns zu unseren Sitzplätzen brachte, vergessen. Ich war damals 16 – ein Rausch für einen Teenager.
Jedoch mehr als an die persönlichen Eindrücke, erinnere ich mich an die elektrisierende Atmosphäre jener Zeit und jenes Tages im Besonderen. Es ist schwer, die Ehrfurcht, das Wunder, das Erlebnis von Geschichte und vor allem die Ahnung von Erfüllung, die in der Luft lag, zu beschreiben. „Wir waren wie die Träumenden“. Wir waren Teil der Erfüllung von 2000 Jahren Geschichte.
Seitdem sind Jahre vergangen, und wir sind durch viele Schwierigkeiten gegangen. Es gab mehrere Kriege, Intifadas und andere Terrorangriffe und starken Widerstand der Nationen gegen das, was ich als Gläubiger als Gottes Plan für Israel erkannt habe.
Aber das sind nicht unsere größten Schwierigkeiten. Es gibt noch einen anderen Krieg, der viel grausamer ist als alle anderen Kriege, nämlich der Krieg um Israels Zukunft. Dabei geht es um Israels Wiederherstellung in seiner Beziehung zu Gott durch Seinen Sohn.
Wenn du mir nicht glaubst, lies das Buch Daniel bezüglich des Kampfes in der Himmelswelt um die Wiederherstellung Israels. Dort wirst du sehen, dass sich die ganze Hölle gegen Israels Wiederherstellung seiner Beziehung zu Gott aufgemacht hat. Nicht, dass diese Wiederherstellung in Frage steht, aber wir befinden uns in einem Krieg, einem sehr großen Krieg, gegen Gott und Israel. Israels Wiederherstellung ist wie ein großes Scharnier, in dem sich die Geschichte dreht.
Als Gläubige sind wir nicht weniger zu diesem Krieg berufen als israelische Soldaten, die für die physische Sicherheit kämpfen.
An dieser Stelle empfinde ich die größte Sorge. Christen erkennen die biblischen Vorhersagen über die physische Wiederherstellung Israels und bringen sich bereitwillig dort ein, aber sie verstehen sehr wenig das ungeheure Ausmaß des Kampfes um Israels geistliche Wiederherstellung. Diese Wiederherstellung ist nicht ein Krieg zwischen Israel und den Nationen, sondern eine Kontroverse zwischen Israel und Gott!
Und obwohl Gebet für Israels Schutz, Politik und Position unter den Nationen wichtig ist, sollte dies den primären Kampf für Israels Versöhnung mit Gott durch den Messias nicht verdrängen. Es scheint sowohl in Israel als auch außerhalb Israels wenig Verständnis für die Größe des Widerstandes gegen Israels Versöhnung mit Gott zu geben.
Die Wiedervereinigung Jerusalems mit Gott ist sehr fundamental für die Wiedervereinigung aller seiner Teile. Vergiss nicht, dass Jerusalem die Stadt des großen Königs ist - nicht bloß die Hauptstadt Israels.
Ich war bei der ersten Wiedervereinigung Jerusalems dabei. Ich ersehne, ich bete und kämpfe für Jerusalems zweite Wiedervereinigung mit seinem Retter und Gott.“
Soviel von Ofer zu diesem für Israel so wichtigen Tag, der dieses Jahr erneut eine so zentrale Bedeutung erlangt.
„Christen … verstehen sehr wenig das ungeheure Ausmaß des Kampfes um Israels geistliche Wiederherstellung.“
Mein Eindruck ist, dass diese Aussage von Ofer für uns alle im Leib Jesu auch in Deutschland zutrifft.
Wir, als Teil des Leibes Jesu aus den Heiden-Nationen, sind ausdrücklich dazu aufgerufen, in diesen Kampf für die Wiederherstellung Israels einzutreten. Ehrlicherweise müssen wir sagen, dass der größte Teil der Christen in unserem Land diese Wahrheit (noch) nicht erkannt hat.
Der Messias Israels selbst arbeitet unablässig an der geistlichen Wiederherstellung Israels (Jes 62,1-2) und Er fordert uns auf, als Seine „Erinnerer“ (Jes 62,6 hebr. zakar) und Wächter (hebr. samar), die die Zeichen der Zeit erkannt haben, auch in diesen intensiven geistlichen Kampf einzutreten.
Die Wiederherstellung der Beziehung des Volkes Israel zu Seinem Gott wird Segen in unermesslichem Ausmaß für die ganze Welt bringen: „Ich frage nun: Haben die Juden sich an Christus gestoßen, um für immer zu Fall zu kommen? Gewiss nicht! Es ist vielmehr so: Weil sie Gottes Rettungsangebot ablehnten, wurde es den anderen Völkern gebracht… Schon ihr Nein brachte der Welt reichen Gewinn, und dass sie bis auf den kleinen Rest ausgefallen sind, wurde für die anderen Völker eine Quelle des Segens. Wie groß wird dann erst der Segen für die Welt sein, wenn das Volk Israel in seiner Gesamtheit zu Gottes Rettungstat Ja sagt!!... Schon ihre Verstoßung hat der übrigen Welt die Versöhnung mit Gott gebracht, was wird dann erst ihre Wiederannahme bringen? Nicht weniger als die Auferstehung der Toten!“ (Röm 11,11-12.15; eine ausführliche Darstellung dieser Zusammenhänge ist in unserem Büchlein „Darum wachet und betet“ von Ofer Amitai zu finden; auch als kostenloser Download verfügbar.)
Wir können beten
„Die Wiedervereinigung Jerusalems mit Gott ist sehr fundamental für die Wiedervereinigung aller seiner Teile. Vergiss nicht, dass Jerusalem die Stadt des großen Königs ist - nicht bloß die Hauptstadt Israels.“
Mit dieser Aussage unterstreicht Ofer, dass auch der Besitz der physischen Stadt Jerusalem durch Israel im Plan Gottes von großer Bedeutung ist.
Deshalb richten sich die Forderungen vieler Nationen - einschließlich der Regierung Deutschlands - Israel immer müsse sein Land und Jerusalem erneut teilen, um der arabischstämmigen Bevölkerung einen Staat zu geben, direkt gegen die Absichten und Pläne Gottes.
Diese Teilungsforderungen werden ständig wiederholt, obwohl inzwischen für alle Welt sichtbar geworden ist, dass der Großteil der arabischstämmigen Bevölkerung, die in Gaza und in Judäa und Samaria selbstverwaltet leben, die völlige Zerstörung Israels zum Ziel hat.
Für die große Mehrheit der Palästinenser ist derjenige ein „Held“, der einen Juden ermordet, während jemand, der Frieden mit Israel sucht, ein Verräter ist.
Diese Haltung ist auch schriftlich sowohl in der Charta der PLO als auch in der Charta der Hamas festgehalten.
„Warum Palästinenser den Mord an Juden feiern
Im Lexikon der Palästinenser ist 'bewaffneter Kampf' ein Euphemismus für verschiedene Formen des Terrorismus gegen Israel, der ein breites Spektrum von Gewalttaten umfasst, das von Steinewerfen über Schießen, Stechen, Autorammen, Raketensalven bis hin zu Selbstmordattentaten – und seit dem 7. Oktober 2023 erneut – zu offenem Krieg reicht.
Die Charta der Hamas fordert offen die Eliminierung Israels.
Für sie ist es eine religiöse Pflicht, auf die 'Befreiung ganz Palästinas vom Jordan bis zum Mittelmeer hinzuarbeiten'. In Artikel 11 der Charta heißt es:
'Die Islamische Widerstandsbewegung [Hamas] glaubt, dass das Land Palästina eine islamische Waqf ist, die für zukünftige muslimische Generationen bis zum Tag des Jüngsten Gerichts geweiht ist. Sie oder ein Teil davon sollte nicht verschwendet werden; sie oder ein Teil davon sollte nicht aufgegeben werden.'
Artikel 15 sagt:
'An dem Tag, an dem Feinde einen Teil des muslimischen Landes usurpieren, wird der Dschihad [Heiliger Krieg] zur individuellen Pflicht jedes Muslims. Angesichts der Usurpation Palästinas durch die Juden ist es zwingend erforderlich, dass das Banner des Dschihad gehisst wird.'
Die Charta der Hamas erinnert Muslime auch an den berühmten Ausspruch des Propheten Mohammed:
'Der Tag des Gerichts wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen, wenn sich der Jude hinter den Steinen und Bäumen verstecken wird. Die Steine und Bäume werden sagen: O Muslime, o Abdullah, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.'
Darüber hinaus ergab eine Umfrage, dass eine große Mehrheit der Palästinenser (73 %) glaubt, dass der Koran eine Prophezeiung über den Untergang Israels enthält…"
https://de.gatestoneinstitute.org/18440/palaestinenser-mord-juden-feiern
„Von Deutschland finanziert: Leiche von Shani Louk befand sich unter UNRWA-Gebäude
Die Leichen von Shani Louk (Deutsch-Israelin) und von drei weiteren Hamas-Geiseln haben sich in einem Tunnel unter einem Gebäude des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) befunden. Der Zugang erfolgte von einem Raum im Gebäude aus. Das berichtete der israelische Armeesender am Donnerstag. Soldaten hatten die Leichen dort vergangenen Freitag entdeckt. An dem UNRWA-Gebäude prangt eine Plakette mit dem Hinweis, dass es im Jahr 2023 'mit großzügiger finanzieller Unterstützung der Bundesregierung Deutschlands' wiederaufgebaut wurde.“
https://www.israelnetz.com/leiche-von-shani-louk-befand-sich-unter-unrwa-gebaeude/
„Der ‚Überfall auf Rafah‘ muss gestoppt werden, sagt Sigmar Gabriel
Welt, 29.05.2024
Ex-Außenminister Sigmar Gabriel spricht bei Sandra Maischberger kritisch über die Situation im Gaza-Streifen…
Im Gespräch mit Maischberger kritisierte der ehemalige Außenminister jedoch nicht nur Scholz, sondern, als der Nahost-Konflikt zur Sprache kam, auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Und zwar scharf: ‚Ich glaube schon, dass diejenigen recht haben, die sagen, ein solcher Angriff auf Zivilisten ist ein Kriegsverbrechen‘. Gabriel forderte außerdem, dass der ‚Überfall auf Rafah‘ gestoppt werden müsse.“
Wir können beten
Heinz-Jürgen Heuhsen
Juni 2024