Lk 18,1-5:
„Mit einem Gleichnis zeigte Jesus seinen Jüngern, dass sie allezeit beten müssen und darin nicht nachlassen dürfen. Er erzählte: In einer Stadt lebte ein Richter, der nicht nach Gott fragte und alle Menschen verachtete. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe. Sie kam immer wieder zu ihm gelaufen und bat ihn: ‚Verhilf mir zu meinem Recht!' Lange Zeit wollte der Richter nicht, doch schließlich sagte er sich: ‚Es ist mir zwar völlig gleichgültig, was Gott und Menschen von mir halten; aber weil die Frau mir lästig wird, will ich dafür sorgen, dass sie ihr Recht bekommt. Sonst kratzt sie mir noch die Augen aus.‘“
Hier einige wenige Nachrichtenabschnitte der beiden letzten Tage, aus denen erkennbar wird, dass Israel andere Angaben macht als Katar/Hamas:
„Netanjahu-Spitzenberater: Freilassung der Geiseln 'nicht vor Freitag'; kein Waffenstillstand am Donnerstag
Der Chef des israelischen Nationalen Sicherheitsrates, Tzachi Hanegbi, sagte am späten Mittwoch, dass die im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln am Donnerstag nicht freigelassen werden, obwohl Hamas-Vertreter erklärten, dass in den Morgenstunden ein Waffenstillstand in Kraft treten werde.
Eine israelische Quelle stellte in einem Gespräch mit der französischen Nachrichtenagentur AFP klar, dass neben der Verzögerung der Freilassung der Gefangenen auch der Waffenstillstand mit der Hamas verschoben wird und nicht vor Freitag in Kraft treten werde…
Eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle erklärte, die Verzögerung bei der Freilassung der Geiseln sei darauf zurückzuführen, dass Israel die Namen der freizulassenden Personen noch nicht erhalten habe, und bezeichnete dies als ‚Verzögerung in letzter Minute‘.
Es wurde auch festgestellt, dass der Mechanismus für die Freilassung noch nicht mit der Hamas abgeschlossen wurde…
Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte am Mittwochabend, dass die Vereinbarung mit der Hamas über die Freilassung der Geiseln nicht das Ende des Krieges bedeute.
‚Wir werden so lange weitermachen, bis alle unsere Ziele erreicht sind: die Rückkehr aller Geiseln, die Auslöschung der Hamas und die Sicherstellung, dass keine Gruppe, die den Terrorismus unterstützt, ihre Kinder zum Terror indoktriniert oder Terroristen und deren Familien bezahlt, die Kontrolle in Gaza übernimmt‘, sagte er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Verteidigungsminister Yoav Gallant und Minister Benny Gantz.
Er wies darauf hin, dass die Vereinbarung über die Freilassung von Geiseln auch vorsieht, dass Teams des Roten Kreuzes die Gefangenen im Gazastreifen besuchen werden. ‚Wir haben harte Verhandlungen geführt. Der Rahmen beinhaltet eine Vereinbarung über Besuche des Roten Kreuzes, und ich erwarte, dass sie ihre Aufgabe erfüllen‘, sagte er…
Netanyahu betonte, dass die israelischen Truppen ‚nicht wie Schafe dastehen werden‘, falls der Waffenstillstand gebrochen wird und Terroristen Angriffe auf sie verüben.
‚In erster Linie haben Soldaten die ständige Anweisung, dass sie, wenn sie mit einer Bedrohung ihres Lebens konfrontiert werden, sofort handeln müssen. Um eine Bedrohung zu neutralisieren, bedarf es keiner politischen Entscheidungen. Wir werden klug handeln, und nach Ablauf der Waffenstillstands-Frist, die wir festgelegt haben, in den Krieg zurückkehren…‘
Verteidigungsminister Gallant betonte, dass Israel trotz des Abkommens ‚seine Bemühungen um die Befreiung weiterer Geiseln‘ nach der Waffenruhe verstärken werde, ohne näher darauf einzugehen, was dies bedeutet.
Minister Gantz warnte die Hisbollah im Libanon nach wochenlanger grenzüberschreitender Gewalt eindringlich:
‚Was jetzt im nördlichen Gazastreifen geschieht, könnte auch im Südlibanon geschehen; was in Gaza passiert ist, könnte auch in Beirut geschehen‘, sagte er.
‚Wir sind uns der Versuche des Iran bewusst, uns herauszufordern - kein Angriff auf Israels Grenzen wird unbeantwortet bleiben.‘
https://www.ynetnews.com/article/syqp9y3ea
Times of Israel
„Katar: Waffenstillstand tritt morgen um 7 Uhr in Kraft, 13 Geiseln werden um 16 Uhr freigelassen
Nach Angaben eines Sprechers des Außenministeriums von Katar wird die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas morgen um 7.00 Uhr in Kraft treten.
Die erste Gruppe von 13 Geiseln werde morgen um 16.00 Uhr freigelassen.“
Jerusalem Post
„Hamas verweigert Besuch des Roten Kreuzes bei israelischen Geiseln in Gaza
Laut einem Bericht des Wall Street Journal vom Donnerstag verweigert die Hamas Mitarbeitern des Roten Kreuzes den Besuch der im Gazastreifen verbliebenen Geiseln, während die Auseinandersetzungen über die Einzelheiten der Freilassung der Geiseln weitergehen.
Derzeit verhandeln Israel und die Hamas über den genauen Zeitplan für die Freilassung der Geiseln, wobei Uneinigkeit darüber herrscht, ob die Hamas die Geiseln dem Roten Kreuz übergeben oder sie direkt zur ägyptischen Grenze fahren soll.“
Hier wird offensichtlich, dass die Feinde Israels versuchen, Verwirrung zu stiften, Israels Stoßkraft zu lähmen und wegen der Geiseln eine Spaltung im Volk zu bewirken.
Außerdem hat die Hamas in den Kämpfen mit Israel die Feuerpausen immer zu einem Überraschungsangriff ausgenutzt.
Deshalb ist die Aufforderung von Jesus in dem eingangs zitierten Gleichnis in dem Fall besonders relevant, dass tatsächlich aktuell ein „Waffenstillstand“ ausgerufen werden sollte:
Jünger müssen allezeit beten und dürfen darin nicht nachlassen!
Wir können beten
Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!
Heinz-Jürgen Heuhsen