Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Der Herr regiert – wie auch immer unsere Wahrnehmung ist.
Jesaja 18 (Bitte lesen)
„Verglichen mit dem Aufmarsch von Armeen, dem Kommen und Gehen von Botschaftern scheint Gottes Wirken oft nicht wahrnehmbar zu sein. Inmitten der Kämpfe auf der Erde ist es manchmal schwer zu glauben, dass Gott wirklich auf dem Thron sitzt.“ (John N. Oswalt, Isaiah)
Im späten 8. Jahrhundert v.Chr. gab es große internationale Unruhen. Die mächtige Armee Assyriens, angeführt von ihren ehrgeizigen Königen, warf einen großen Schatten auf die umliegenden Länder.
Jesaja 18 beschreibt die Ankunft einer beeindruckenden Botschaft, die der äthiopische Pharao nach Juda schickte, um sich mit Juda in einem Bündnis von Nationen zusammenzuschließen, das der Aggression Assyriens entgegentreten würde.
Wolken des Krieges und die Angst vor einer Invasion beunruhigten die Herzen des Volkes und des Königs (7:2). Der Druck Ägyptens, der zweiten Supermacht der damaligen Zeit, muss ebenfalls überwältigend gewesen sein - ebenso wie es mit den Supermächten heute ist.
„Wo ist Gott in all dem?", haben sie gewiss gefragt.
Der Rest des Kapitels ist Gottes Antwort, und sie ist heute genauso aktuell wie damals, denn in Vers 3 wird die Prophezeiung Jesajas auf die ganze Welt ausgedehnt!
Jes 18,3:
„Ihr Weltbewohner alle und die ihr auf Erden wohnt: wenn das Panier auf den Bergen aufgeworfen wird, so sehet hin, und wenn man ins Horn bläst, so merket auf!“
Wie lautete Gottes Antwort damals? Wie lautet Gottes Antwort heute?
Es ist eine Tatsache, dass, als Sennacherib Jerusalem um 701 v. Chr. Belagerte, das Folgende geschah:
2 Kön 19,35:
„Und es begab sich in derselben Nacht, da ging der Engel des HERRN aus und erschlug im Lager der Assyrer 185,000 Mann. Und als man sich am Morgen früh aufmachte, siehe, da waren sie alle tot, lauter Leichen.“
Gott hat heute ein Banner aufgerichtet, das die Welt sehen kann: Es ist sein Sohn!
Jes 11,10:
„Zu der Zeit wird es geschehen, daß die Heiden fragen werden nach dem Wurzelsproß Isais, der als Panier für die Völker dasteht; und die Stätte, da er wohnt, wird herrlich sein.“
Für einige wird es das Leben sein, für andere Gericht.
Ps 46,7-12:
„Die Völker tobten, die Königreiche wankten, als er seine Stimme hören ließ; und die Erde verging.
Mit uns aber ist der HERR der Heerscharen; der Gott Jakobs ist für uns eine feste Burg! - (Pause.)
Kommt her, schauet die Werke des HERRN, der auf Erden Verheerungen angerichtet hat,
der den Kriegen ein Ende macht, der den Bogen zerbricht, den Speer zerschlägt und die Wagen mit Feuer verbrennt!
Seid stille und erkennet, daß ich Gott bin; ich will erhaben sein unter den Völkern, ich will erhaben sein auf Erden.
Der HERR der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsre feste Burg! - (Pause.)
Ps 2,6.10-12:
„Doch Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berge!
So nehmet nun Verstand an, ihr Könige, und lasset euch warnen, ihr Richter der Erde!
Dienet dem HERRN mit Furcht und frohlocket mit Zittern.
Küsset den Sohn, daß er nicht zürne und ihr nicht umkommet auf dem Wege; denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen!
Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“
Er herrscht, Er regiert......und Er wird erhöht werden auf Erden. Für diejenigen, die sich demütigen und sich ergeben, wird es Rettung bedeuten; für diejenigen, die es nicht tun, wird es Gericht bedeuten.
Wir können beten
Der Trost für Israel wird kommen. Er wird kommen als eine Person - dem Messias - der jede Träne abwischen und unsere Trauer in Jubel verwandeln wird, wenn er dieser Nation, Israel, Rettung bringen wird.
Der HERR spricht auch durch Jeremia Seinem Volk Trost zu und ermutigt sie zu Zuversicht.
Jer 31,15-16:
„So spricht der HERR: Eine Stimme wird auf der Höhe Rama vernommen, bitterliches Klagen und Weinen: Rahel beweint ihre Söhne und will sich nicht trösten lassen wegen ihrer Söhne; denn sie sind nicht mehr! So spricht der HERR: Wehre deiner Stimme das Weinen und deinen Augen die Tränen! Denn es gibt noch einen Lohn für deine Mühe, spricht der HERR; und sie sollen wiederkommen aus dem Lande des Feindes“
Wir können beten
Die sozialen Medien sind zu einem Schlachtfeld von großer Bedeutung geworden. Der Hass und die Verunglimpfung Israels scheinen keine Grenzen zu kennen. Das Ziel ist nicht nur, Israel zu delegitimieren, sondern es komplett von der Landkarte zu löschen. Israel ist die einzige Nation der Welt, deren Existenz in Frage gestellt wird. So groß ist der Hass, so groß ist der Antisemitismus/Anti-Zionismus.
„Wenn ich sagen würde: ‚China sollte von der Landkarte verschwinden', würden Sie mich für einen Spinner halten. Dasselbe gilt, wenn ich sagen würde: ‚Die Schaffung des Staates Kuwait war ein Fehler‘ oder ‚Jordanien ist eine imperiale Schöpfung nach dem ersten Weltkrieg und hat keine Legitimität.‘ Normalerweise wird man, wenn man über den Wunsch spricht, ein Volk, eine Nation oder eine Kultur auszulöschen, der Bigotterie oder sogar des Völkermords beschuldigt.
Nicht so beim Anti-Zionismus.
In der Tat ist Anti-Zionismus nicht nur ein weithin akzeptierter Begriff, er ist ein weithin gefeiertes Konzept. Er wird an Universitäten gelehrt - formell und informell. Anti-Zionisten beanspruchen die moralische Überlegenheit für sich und nehmen oft großen Anstoß an jeder Andeutung, sie seien antisemitisch."
https://thedispatch.com/newsletter/gfile/how-anti-zionism-shrugs-off-antisemitism/
Wir können beten
Für diejenigen, die gerade erst auf dieser E-Mail-Gebets-Liste zu uns gestoßen sind:
Eine kurze Erklärung, warum wir in unseren Gebetstreffen Schriftstellen erläutern, bevor wir beten:
Manche denken, dass man bei einem Gebetstreffen ausschließlich beten sollte. Sie sagen: „Lasst uns die Gebetspunkte holen und beten.“
Wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass das Betrachten einer Schriftstelle und eine kurze Erläuterung dazu, bevor wir zum Gebet kommen, dazu dienen kann…
a) …unsere „Augen" zu öffnen, um den Herrn selbst zu sehen.
b) …den Glauben zu stärken, neu zu entfachen und zu inspirieren.
c) …unsere Gebete zu fokussieren.
d) … unsere Gebete kürzer zu fassen (anstatt Gott alles zu erklären zu müssen, wie manche meinen).
In seinen Gebetsversammlungen, die oft bis zu zwölfhundert Personen umfassten, hielt Spurgeon an jedem Montagabend eine „Gebetsansprache", wie er sie nannte. Die meisten von uns, die wir im Zeitalter des Internets, der sozialen Medien und der Smartphones leben, würden denken, dass er sich zu lange ausließ.
Doch die menschlichen Bedürfnisse bleiben dieselben, und Spurgeon verstand, dass die Gebete der Menschen durch das Wort Gottes inspiriert, konzentriert und informiert sein müssen. (Siehe: Only A Prayer Meeting By C. H. Spurgeon Forty Addresses At Metropolitan Tabernacle And Other Prayer-Meetings).
Genau das ist unser Wunsch: dass du durch das Wort Gottes inspiriert, konzentriert und informiert werden mögest, um dann vom Geist bewegt das zu beten, was Gott zu diesem Zeitpunkt gebetet haben möchte.
Shabbat Shalom für dich aus Israel,
Ofer