Gottes Absichten im Zentrum unserer Gebete
Liebe Geschwister,
in den „prayer notes“ dieser Woche beschreibt Ofer mit Hilfe von Aussagen in dem Buch Hesekiel, wie wir die derzeitigen militärischen Auseinandersetzungen um Israel im Rahmen der übergreifenden Absichten Gottes einordnen können.
Wenn wir vor dem Beten Gottes Absichten im Herzen ergreifen, können wir - bei all der physischen Zerstörung, von der wir erfahren – darin im Geist zur Ruhe kommen und mit Dankbarkeit, Ausdauer und Freude für die Erfüllung Seiner Pläne beten.
Lasst uns deshalb als erstes für uns persönlich beten, dass ER uns hilft, Sein Handeln in diesen Tag im Geist zu erkennen, zu ergreifen, und von daher kommend zu beten!
Ofer’s „prayer notes“:
Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Die richtige Ausrichtung im Gebet finden
Hes 35 bis 39 bilden eine Einheit. Diese Kapitel beginnen und enden damit, dass Gott sich an die Feinde seines Volkes wendet.
In Hes 35 wendet Gott sich gegen Israels regionale Feinde.
In den Kapiteln 38 und 39 steht ein universeller Konflikt im Mittelpunkt:
Gog und Magog fallen mit all ihren Heerscharen über das Land Israel her.
Dazwischen, in Hes 36 und 37, dem Kern dieser Einheit, wird die Auferstehungskraft des lebendigen Gottes demonstriert, der mit Erlösung kommt, um Sein Volk zurückzugewinnen.
Wir können nur dann klar sehen und im Einklang mit Gott beten, wenn unsere Herzen von der Größe des Messias, insbesondere von Seinem Sieg am Kreuz als einzigem Weg zu einer Beziehung mit IHM, ehrfürchtig und ergriffen bleiben.
Obwohl wir für den gegenwärtigen Kampf gegen die, die Israel vernichten wollen, beten können und sollen, würden wir einen Fehler begehen, wenn wir Gottes zentrales Ziel vernachlässigten, das da lautet: „Ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.“ (Hes 36,28b)
Als die verbannten Ältesten Israels zu Hesekiel kamen, um den HERRN nach dem Schicksal Jerusalems zu befragen (die Stadt war noch nicht gefallen), wollte der HERR nicht mit ihnen sprechen.
Hes 14,3:
„Menschensohn, diese Männer haben ihre Götzen in ihr Herz geschlossen und den Anstoß zu ihrer Missetat vor sich hingesetzt! Sollte ich mich wohl von ihnen befragen lassen?“
Die Ältesten waren mit allem Möglichen beschäftigt, nur nicht mit dem Wichtigsten - dem geistlichen Zustand des Volkes. Sie kümmerten sich nicht um das, was Gott am Herzen lag: der geistliche Zustand Seines Volkes und dessen Beziehung zu IHM.
In Hes 22 lesen wir, dass Gott niemanden findet, der bezüglich dieser Dinge vor IHN tritt und vor IHM steht.
Zedekia und die übrige sowohl politische als auch geistliche Führung, waren mehr mit der politisch-militärischen Situation als mit ihrem eigenen geistlichen Zustand beschäftigt.
Hes 22,30
„Und ich suchte unter ihnen einen Mann, der eine Mauer bauen und vor mir für das Land in den Riß treten könnte, damit es nicht zugrunde gehe; aber ich fand keinen!“
Auf diesen Zustand bezieht sich Hesekiel 36–37.
Beachten wir sorgfältig das Ende von Hes 36. Nachdem der Herr alle Schritte aufgezählt hat, die er unternehmen wird, um Sein Volk zu SICH zurückzuführen, wiederholt er den oben beschriebenen Punkt: Er wird ein Volk haben, das IHN versteht und dann um die verheißene Wiederherstellung bittet.
Hes 36,37
„So spricht der Herr, GOTT: Ich werde noch vom Haus Israel ersucht werden (alles, was in diesem Kapitel aufgezählt ist), für sie zu tun. Ich werde sie mehren wie Schafe.“
(Ofers Übersetzung).
Mit anderen Worten: Während Gott in Hes 22 nicht einen einzigen fand, der sich für Israels geistliche Verfassung einsetzte und IHN darum bat, sie zu SICH zurückzubringen, wird der Herr hier eine große Schar haben, die seinen Ruf versteht, seinem Wort glaubt und für die vollständige Wiederherstellung gemäß Seinem Willen betet.
Du und ich können zu dieser Schar gehören.
Betrachtet man das Herz des Wirkens Gottes, so bieten Hes 36 und 37 im Grunde zwei Perspektiven auf ein und dasselbe Werk Gottes.
Hes 36
Hes 36,1–15 Gott segnet das Land zur Vorbereitung der Rückkehr seines Volkes.
Hes 36,16–32 Der Wiederherstellungsprozess seines Volkes: physisch im Land und geistlich bei Gott.
Hes 36,33–38 Eine Zusammenfassung: Die paradiesische Wiederherstellung weist auf das messianische Zeitalter hin
Hes 37
Hes 37,1–7 Die physische Wiederauferstehung Israels als Nation im Land.
Hes 37,8–14 Die geistliche Auferstehung Israels durch den Atem des Heiligen Geistes.
Hes 37,15–22 Die Wiedervereinigung der Juden zu einem Volk unter dem Messias. Was Gott in zwei Nationen zerrissen hatte (s. 1 Kön 14), kann nur in Christus wiedervereint werden.
Als ‚Auferstehung‘ betrachtet, ist diese Wiederherstellung etwas, das nur Gott vollbringen kann. Dies unterstreicht Gottes Aufruf zum Gebet umso mehr!
Passenderweise steht in diesem Abschnitt König Messias im Mittelpunkt, der „die Auferstehung und das Leben“ ist. (Joh 11,25)
Hes 37,24 „Und mein Knecht David soll ihr König sein, und sie sollen alle einen einzigen Hirten haben. Und sie werden in meinen Rechten wandeln und meine Satzungen beobachten und dieselben tun.“
Hes 37,25: „Sie werden wieder in dem Lande wohnen, welches ich meinem Knechte Jakob gegeben habe, darin auch ihre Väter gewohnt haben. Ja, darin sollen sie, ihre Kinder und Kindeskinder, allezeit wohnen; und mein Knecht David soll ihr Fürst sein ewiglich.“
Hes 37,26 „Ich will auch einen Bund des Friedens mit ihnen schließen, ein ewiger Bund soll mit ihnen bestehen, und ich will sie seßhaft machen und mehren; ich will mein Heiligtum auf ewig in ihre Mitte stellen.“
Hes 37,27 „Meine Wohnung wird bei ihnen sein, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“
Hes 37,28 „Und die Heiden werden erfahren, dass ich der HERR bin, welcher Israel heiligt, wenn mein Heiligtum in Ewigkeit unter ihnen sein wird.“
Beachte die Entwicklung in diesen Versen
V24 – Unter dem Messias werden wir als erlöstes Volk in Seinen Geboten wandeln und Seinem Wort gehorchen.
V25 – Dann (!) werden wir (dauerhaft) im Land wohnen … für immer, und der Messias wird über uns herrschen.
Erkennst du, wie zentral das Werk des Messias bei der Erlösung und Heiligung ist?
(Hes 36,25–27)
Allein In IHM und durch IHN wird Israel Frieden mit Gott haben und endlich einen von Gott garantierten Frieden im Land finden! (V 26)
„Sie [Israel] wird in Frieden und Sicherheit wohnen, da ihr HERR, der Messias, über sie herrschen wird (Davidischer Bund). Alle Segensverheißungen Gottes werden sich in der Erfüllung jedes Bundes, einschließlich des Friedensbundes, erfüllen.“ Der Messias wird für immer über Israel herrschen, und niemand wird Israel je wieder aus seinem Land vertreiben.“ (Ralph H. Alexander, “Ezekiel,” Grand Rapids: Zondervan, 2010,830)
Dieses Werk Gottes hat auch eine missionarische Absicht.
Hes 36,23
„Darum will ich meinen großen Namen wieder heilig machen, der vor den Heiden entheiligt worden ist, welchen ihr unter ihnen entheiligt habt! Und die Heiden sollen erkennen, dass ich der HERR bin, spricht Gott, der HERR, wenn ich mich vor ihren Augen an euch heilig erweisen werde.“
Warum will Gott, dass die Völker es erkennen? Liegt es nicht daran, dass ER die Welt so geliebt hat? Möchte Er nicht, dass diese Völker sich Ihm zuwenden und gerettet werden? Ist das nicht die Bedeutung von Jes 2,1-4?
Gott wird die große Verwirrung durch eine Demonstration der Macht einer derart großen Erlösung beseitigen, dass es die ganze Welt sehen wird.
Und jene Völker, die Sein Zeugnis ablehnen und Seinem Ruf den Rücken zukehren, wird Er richten.
(Zu Edom sagte Gott in Hes 35:10-11 und zu Gog und Magog in Hes 39,6)
Weder der Pharao noch Sanherib noch irgendein anderer Tyrann, Anführer oder irgendein anderes Volk waren jemals ein Problem für Gott – auch nicht der Iran oder irgendein anderes vom Feind inspiriertes Volk.
Die Nationen sind für Gott wie ein Tropfen am Eimer, ein Staubkorn auf der Waagschale (Jes 40,15). Keine Waffe wird letztendlich erfolgreich sein Gegen Gottes Volk und Gottes Plan (Jes 54,15-17).
Betet unbedingt für den gegenwärtigen Kampf. Betet für die israelischen und US-amerikanischen Streitkräfte, betet für den Schutz des Landes und betet für die Lage im Libanon. Betet, wie ihr euch geführt seht.
Betet jedoch mit der richtigen biblischen Perspektive und Herzensschau. Achtet darauf, dass der Fokus auf dem Wesentlichen bleibt. Das ist der Schlüssel. Man kann sagen, dass all die Umbrüche und Wirren in der Welt nur die äußere Hülle des Kerns sind:
Gottes Wirken zur Ausführung Seiner Absichten auf Erden, zur Erfüllung Seines Wortes und zur Aufrichtung Seines Reiches.
Der Feind ist darüber außer sich vor Wut und verleitet seine Anhängervölker dazu, so viel Chaos und Zerstörung wie möglich über die Erde zu bringen, mit besonderem Bestreben, das Volk zu vernichten, von dem Gott gesagt hat, Er werde es zur Offenbarung Seiner Herrlichkeit und Gnade gebrauchen.
Deshalb gilt:
Phil 2,10-11
„in dem Namen Jesu werden sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen werden bekennen, dass Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters.“
Möge dein Herz aufs Neue die Herrlichkeit Jesu entdecken, möge das Wort Gottes beim Lesen in deinem Herzen wieder lebendig werden. Möge der Geist Gottes dich aufs Neue erfüllen und dich wahrhaftig dazu führen, das zu beten, was Gott am Herzen liegt.
Sei gesegnet in Jesus,
Ofer
Wir können beten
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3. Aliyah
„‘Lieber glücklich in Israel mit Raketen leben als unglücklich in Amerika.‘
Während die Operation Roaring Lion tobt, haben zwei amerikanische Jüdinnen – unbeeindruckt von den iranischen Raketen – ihren Alija-Antrag gestellt.
Die Entscheidung zur Alija – die Diaspora zu verlassen und nach Israel auszuwandern – ist ein mutiger zionistischer Akt tiefer Liebe zum Land. Gleichzeitig bringt sie schwierige Entscheidungen und nicht geringe Sorgen mit sich – für die Einwanderer, ihre Familien und Freunde. Diese Sorgen haben sich mit dem Ausbruch der Operation Roaring Lion um ein Vielfaches verstärkt. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – haben sich in den letzten Tagen viele Menschen entschieden, die Alija zu beantragen und die notwendigen Schritte einzuleiten. Laut Angaben des Ministeriums für Alija und Integration sind seit dem 7. Oktober und vor dem Hintergrund der weltweiten antisemitischen Welle bis Anfang März 62.197 neue Einwanderer nach Israel gekommen.
Wir sprachen mit zwei von ihnen – Shoshana Coleman und Shiri Kahn –, die in den letzten Tagen den Alija-Prozess eingeleitet haben...
'Ich habe so viele Freunde verloren.' Shoshana Coleman ist 25 Jahre alt und arbeitet als professionelle Fotografin in Boston. Sie reichte vor Kurzem ihren Antrag auf Einwanderung nach Israel ein, mit dem Ziel, bis Sommer oder spätestens Herbst 2026 dort anzukommen. Ihre endgültige Entscheidung traf sie vor einigen Wochen, als der Krieg bereits im Anmarsch war, doch der Krieg selbst hielt sie nicht davon ab, den Antrag zu stellen. 'Ich habe lange darüber nachgedacht. Ich habe mich Israel immer sehr verbunden gefühlt', sagte sie.
Der Antisemitismus in den Vereinigten Staaten, auch in Massachusetts, hat seit dem 7. Oktober stark zugenommen. Laut Zahlen der Anti-Defamation League (ADL) wurden allein im Jahr 2024 in Neuengland 638 antisemitische Vorfälle registriert, 438 davon in Massachusetts.
Coleman sagte, dass sie seit dem 7. Oktober viele Freunde aufgrund ihrer pro-israelischen und pro-jüdischen Haltung verloren habe und sogar in den sozialen Medien angefeindet worden sei. Sie beschloss, in ein Land zu ziehen, in dem sie ihre jüdische Identität offen und ohne Angst ausleben kann: 'Israel – da muss ich hin. - Obwohl Israel im Krieg ist, fühle ich mich in Israel irgendwie sicherer als in Amerika', sagte sie.
Shiri Kahn ist 45 Jahre alt, Anwältin aus Tucson, Arizona, und Enkelin einer Holocaust-Überlebenden. Sie war erst kürzlich in Israel, im Rahmen einer weiteren Taglit-Reise (Birthright Israel), die vom 16. bis 25. Februar stattfand. Sie sagte, sie fühle sich 'zu Israel gehörig' – ein Gefühl, das sie zum ersten Mal auf ihrer ersten Taglit-Reise vor 18 Jahren hatte.
'Als wir in Israel landeten und ich zum ersten Mal wieder festen Boden unter den Füßen hatte, fühlte es sich an wie Zuhause“, erinnerte sie sich und fuhr fort: „Dieses Gefühl habe ich in Amerika nicht. Ich lebe dort, ich habe dort ein Zuhause, aber es fühlt sich nicht wie mein Zuhause an. Ich lebe nicht wirklich mit meinem Volk zusammen – mit Israelis und dem jüdischen Volk in Israel. Ich bin hier eine absolute Minderheit.'
Sie sagte, sie habe nicht viel mit der amerikanischen Lebensweise gemeinsam, in der Karriere und Geld über allem stehen, und für sie stehe die Familie an erster Stelle. 'Es ist mir wichtig, mit Menschen zusammen zu sein, die ich wirklich liebe und die mir am Herzen liegen. Ich möchte Hebräisch sprechen und mit Menschen zusammen sein, die meine Werte teilen', sagte sie...
Sie sagte, dass sie insbesondere seit dem 7. Oktober ein starkes Bedürfnis verspürt habe, nach Israel zu gehen, und dass sie am Tag des Angriffs Verzweiflung, tiefe Trauer und Hilflosigkeit empfunden habe – das Gefühl, nichts tun zu können. 'Es war lähmend. Es war so schwer, so weit weg von Israel zu sein und zu wissen, was dort geschah. Das hat mich wirklich dazu gebracht, über Alija nachzudenken...'
Kahn reichte vor etwa einer Woche, trotz des Kriegsausbruchs, den Antrag auf Alija ein. Ihre endgültige Entscheidung reifte auf dem Rückflug von ihrer letzten Reise am 25. Februar, als die USS Gerald R. Ford bereits auf dem Weg in den Nahen Osten war und die USS Abraham Lincoln bereits in Angriffsposition war. Sie maß dem keine große Bedeutung bei und zog es nicht in Betracht, auf eine Stabilisierung der Lage zu warten. 'Ich möchte mein Leben so leben, wie es mich glücklich macht. Und das bedeutet, in Israel zu sein und hier eine Familie zu gründen', fügte sie hinzu.
Als ich Shiri fragte, ob sie Angst vor iranischen Raketen hätten, sagte sie: 'Zwei Tage vor dem Angriff, als ich nach Arizona zurückkam, sagten die Leute zu mir: ‚Wie viel Glück du hattest, rechtzeitig zurückzukommen!‘ – und ich war bitter. Ich wäre jetzt lieber in Israel. Ich habe keine Angst vor Raketen. Jeder von uns könnte bei einem Autounfall ums Leben kommen. Mehr noch – ich ziehe es vor, in Israel ein glückliches Leben zu führen, selbst mit der Möglichkeit, von einer Rakete getroffen zu werden, als weiterhin unglücklich in Amerika zu leben.‘…“
https://www.israelhayom.com/2026/03/11/american-jews-aliyah-iran-war/
Wir können beten
Heinz-Jürgen Heuhsen
16. März 2026